Das in Freiheit gewählte Zusammenspiel von Denken und Handeln führt zum Selbstsein. Diese Herausbildung der Existenz wird bestimmt durch Kommunikation (unabdingbare Vorraussetzung).Erst indem ich mich zum anderen in Beziehung setze und mir dieser Beziehung bewusst bin, ist Selbstsein möglich.
Problematisch ist allerdings der Begriff von Freiheit.
Einerseits verhilft Freiheit zur Selbstbestimmung, andererseits, bedingt diese Freiheit auch die Verlassenheit des Menschen.
Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt, wenn nicht gar verdammt.
Wenn wir uns maßgeblich durch Kommunikation konstituiren, welche Auswirkung hat dann das Internet, bzw. die exponentiell wachsenden Kommunikationsmöglichkeiten in allen Medien?
Führt die täglich ansteigende Bilderflut dazu, dass wir uns zu jedem einzelnen, Bild, jeder Info in Beziehung setzen? Werden wir, "ICH", indem wir uns ständig zu allem positionieren? Führt das zu mehr Freiheit oder zum Chaos? Verlieren wir nicht ganzlich unsere Bezugpunkte, indem wir die unendlich scheinende Freiheit des Internets erkunden?
Einige von uns, wissen, wie es ist nach sechs Stunden surfen, in die Realität zurückzukehren.
Es ist die reale Welt, die einem dann manchmal fremd erscheint.
So birgt die Freiheit, die Gefahr der Bodenlosigkeit, Verlorenheit und letztlich auch der Einsamkeit in sich und doch können wir sie nie und nimmer aufgeben.
Den höchsten Wert der westlichen Welt - unseren individualistischen Begriff von Freiheit.
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