(entdeckt in fhain von ebbé)
Gestern war ganz plötzlich ein glücklicher Tag.
Eigentlich schon immer habe ich nach Glück gesucht, nach dem Glücklichsein, bin durchs Leben gerannt, ständig auf der Suche nach DEM Mann, dem Job, dem Hype. Etliche Exzesse, die kurze scheinbar glückliche Momente suggerierten und letztlich doch wieder zur Ernüchterung bis Depression führten.
Und dann, gestern, war es einfach da. Dieses Gefühl von Glück.
Nach meinem am Morgen bestandenen Balzac-Espresso-Test und dem Erhalt meines Baristadiploms, radelte ich von meinem neuen Arbeitsplatz im Prenzlauer Berg schon ziemlich gut gelaunt Richtung Charlottenburg...die Sonne schien mir ins Gesicht und ich hatte Bock lauthals und unplugged mit Phoenix im "Duett" zu singen.
Mit der schönsten Musik in den Ohren, weiter über die Friedrichstraße, durchs Brandenburger Tor, durch den Tiergarten, kam ich gegen eins in der VWBib an.
Wunderbare Bücher fielen mir wie von selbst in die Hände und ich sollte extrem produktiv sein.
Am Abend stieg ich wieder auf mein Radel und fuhr ein Stück, auf der Sraße des 17. Juni, setzte ich mir die Kopfhörer wieder auf und für los.
Ich hab keine Ahnung, welches Lied mein Ipod ausspuckte, aber auf einmal war die Welt in Ordnung. Ying und Yang, Heiß und Kalt, Sein und Nichts. Ebbé im absoluten Gleichgewicht mit sich selbst. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das zum letzten mal gefühlt habe, ob ich es überhaupt schon mal so gefühlt habe.
Diese Gefühl sollte bis zum jetzigen Moment anhalten und zeigt mir, dass ich irgendwie in die richtige Richtung lebe. asketisch. gedanklich. und überhaupt. :D
(Zum Haarefärben hab ich mimentan keine Ambitionen mehr.)