Ich bin Solveig, 28 2/3, lebe in Berlin, will aber nach London. Ich liebe Kunst, das Internet, Pop, meine Freunde und die Liebe. Ja, ich glaube an Happy Endings. Die Unschuld ist mein privates Blog. Ja, genau privat. Ganz seriös ist es drüben beim Blog von Artconnect Berlin, wo ich auch der Bestimmer bin. <3

Montag, 31. August 2009

Zum Zwitschern! Tweetdeck

Fix noch ein praktisches Tool für alle Twitterchaoten.
Tweetdeck ist die Verschmelzung aus gewohnter Browsertimeline mit Mentions, Favorites und Direct Messages im Appformat. Via "Column" lässt sich alles organisieren und man verliert nie den Überblick. Tweetdeck gibts auf Mac, PC und Linux oder auch mobil. Top Produkt!

Ausprobieren!

Stelle fest, ich mag Menschen, die Vivienne Westwood 'Boudoir' tragen

Ein sehr seriöses Wässerchen. Passt niemals zu mir, aber zu Menschen, die ich mag.

Nummer eins! - Warten..

Das hier wird mein Einstand! Warum? Weil ich was zu sagen habe.
Offiziell für jeden der diesen
-blog- ließt, verfolgt, hasst und trotzdem im Reader stehen hat: Es gibt Verstärkung. Ihr dürft mich Micha nennen.

Ich starte mit einem der vielen Dinge im Leben die man hasst. Warten. Jeden Tag aufs Neue genießt man diese unerträglichen Momente. Im Discounter, weil man wie immer auf den letzten Drücker auftaucht. Am Telefon, weil man bürokratisch so begabt ist wie die Verantwortlichen der Printwahlwerbung der CDU in Thüringen und jeden Termin verpeilt. Bäcker, Bahn, Freunde, Mikrowelle, Teebeutel, Endlosschleife.
Viel schlimmer jedoch ist das Warten auf die eigene Zukunft und das zerreißende Gefühl jeden Tag vor dem Briefkasten: wieder
nichts drin. Inhalte sind gefragt!
Wie fühlt man sich also einen Tag vor dem meteorologischen Herbstbeginn? Regnerisch. Was passt zum Regen? England. Das angefügte Bild ist von Martin Bradley, einem britischen Künstler. Auf ihn gestoßen bin ich über englandgallery.com, ein Katalog englischer Artists und zugehöriger Exhibitions. Ganz gut um Wartezeit zu verkürzen. Dazu könnt ihr Euch Silikon von Modeselektor anhören, im Remix von Siriusmo. Viel Spaß!


modeselektor - silikon (siriusmo rmx)
siriusmo auf myspace
englandgallery.com



Sonntag, 30. August 2009

Der Existentialismus f***t mich.

Ich habe das tiefste innerste Bedürfnis mich jede Woche neu zu erfinden.
Alles anders machen.
Gegensätzlich sein.
Einfach nicht Ich sein.
Dann bin ich Nicht-Ich und bin Ich. Temporär. Das Gegenteil von Ich.
Ich bin Ich, solange bis das Selbst-Ich-Sein zu schwer wird und das Ich sich zurückmeldet.
Es zerstört sich selbst, um sich neu zu erfinden.
Wöchentlich, täglich, stündlich. JETZT.

Herbst

Ich liege in einer Wanne aus Milch und Honig.
Das Fenster weit geöffnet, erfasst mich ein Gefühl von Herbst.
Der Sommer ist gegangen. Genau Heute.
Ich frage mich 'wo bist DU'?
Das DU hat keinen Namen.
Das namenlose Du würe die Lücke meines Innersten füllen und zugleich weiter aufbrechen.
Es ist zu heiß, ich sollte aufstehen und bleibe dennoch.
Ich starre weiter aus dem Fenster in die Nachbarhäuser und den unbewegten Himmel.
Die Sonne, deren Wärme man heute nicht mehr fühlen kann, verschwindet.
Die Wärme des Wassers nimmt mir die Luft zum Atmen und zum Denken.
Ich öffne das zweite Fenster und bade im Freien.
DU bist da, für eine Sekunde.

Aus Franz Marc Aphorismen

"Nicht unser reiner Verstand, sondern unser Instinkt, oder sagen wir es frei: unsere Leidenschaften, denen der Verstand als feinstes Werkzeug dient, erfanden die Gesetze, die unsere Sinne heute erschüttern und bezaubern."

Ein Bäumchen für Zuhause!


Ein Sonntag im Viktoriapark

Irgendwie fühlt sich ein kleiner Hügel hier in Berlin wie eine Himmelswiese an.
Neuste Errungenschaft vom Boxi-Flohmarkt, Fächer handbemalt für 50 cent dank 3 Euro Budget von Jeri.
Warum heißt Kreuzberg - Kreuzberg?
Mein letztes Hauptseminar in Geschichte absolvierte ich zum Thema, Kultur im Rheinbund. Dabei kam die Frage nach einem deutschen Nationaldenkmal auf. In der dazugehörigen Hausarbeit bezog ich das Kreuzbergdenkmal von Schinkel mit ein, von dessen Präsenz ich mich nun überzeugen dürfte.
Wikipedia hilft mir und euch kurz auf die Sprünge.
Am 30. März 1821 wurde das deutsche Nationaldenkmal für die Siege in den Befreiungskriegen eingeweiht. Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. September 1818 durch König Friedrich Wilhelm III. in Gegenwart des russischen Zaren Alexander I. Das Denkmal wurde nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel geschaffen. Die pyramidenförmig aufgebaute gotische Spitzsäule wird von einem eisernen Kreuz gekrönt, das dem Berg, der bis dahin Tempelhofer Berg genannt wurde, seinen Namen gab; nach anderen Quellen geht die Bezeichnung auf den kreuzförmigen Grundriss des Denkmals zurück. In den zwölf Nischen stehen zwölf Statuen, die durch Gestalt, Schmuck und Beiwerk die Befreiungskriege symbolisieren. Die vier Hauptmomente der Säule zeigen die Schlachten von Großgörschen, Völkerschlacht bei Leipzig, Paris und Belle-Alliance (Schlacht bei Waterloo).
Interessant ist der Versuch mit der Neogotik eine typisch deutschen Stil zu finden. Irgendwo so zwischen Kitsch und Erinnerungen an den flashigen Kölner Dom, kann das kleine Denkmal als "Nationaldenkmal" damals nicht und heute sowieso nicht überzeugen. Wesentlich cooler ist da die Aussicht vom Kreuzberg. Lohnt sich wirklich auf 'nen Sonntag.

Empfehlenswert. Das Alster in der Ankerklause!


Ist das noch normal? Monsterapfel.

Das fand ich echt abgefahren. Gleich drei in einem. Aldi züchtet Monsterapfel.

Neue Straßenkunst ums Eck!

Die Grinsekatze gibt ein Rätsel auf.
Nette Holzschnittmotivik. I like.
Fhain ist voll davon. Bleibt im Hirn.
Irgendwo schon drüber gelesen. Leider wieder vergessen. Besonders, weil nicht geklebt, sondern komplett gemalt. Da hatte jemand Zeit.

Samstag, 29. August 2009

Bar der Visionäre

Eine der Ecken, wo ich mich diesen Sommer öfter aufgehalten habe. Ob wir Visionäre sind ist dennoch schwer zu beurteilen.

Jeff Koon mit Dirty Dancing. Passt irgendwie.

Meine Abneigung zu Jeff Koons hatte ich ja schon kundgetan. :-)

Abstrakt oder Konkret?

Ich frage mich wirklich, warum ich immer wieder an moderner Architektur hängenbleibe in solch einem nichtigen Kontext hängenbleibe.

Komisches Ding

Schon oft hab ich mich gefragt, für was dieses Ding wohl gut ist. Gestern hab ich es mal photographiert. Wirkt irgendwie, wie aus einem Comic. Was ist das und was bewegt sich durch dieses Rohr?

Freitag, 28. August 2009

Ebbé im Glück.

(entdeckt in fhain von ebbé)
Gestern war ganz plötzlich ein glücklicher Tag.
Eigentlich schon immer habe ich nach Glück gesucht, nach dem Glücklichsein, bin durchs Leben gerannt, ständig auf der Suche nach DEM Mann, dem Job, dem Hype. Etliche Exzesse, die kurze scheinbar glückliche Momente suggerierten und letztlich doch wieder zur Ernüchterung bis Depression führten.
Und dann, gestern, war es einfach da. Dieses Gefühl von Glück.
Nach meinem am Morgen bestandenen Balzac-Espresso-Test und dem Erhalt meines Baristadiploms, radelte ich von meinem neuen Arbeitsplatz im Prenzlauer Berg schon ziemlich gut gelaunt Richtung Charlottenburg...die Sonne schien mir ins Gesicht und ich hatte Bock lauthals und unplugged mit Phoenix im "Duett" zu singen.
Mit der schönsten Musik in den Ohren, weiter über die Friedrichstraße, durchs Brandenburger Tor, durch den Tiergarten, kam ich gegen eins in der VWBib an.
Wunderbare Bücher fielen mir wie von selbst in die Hände und ich sollte extrem produktiv sein.
Am Abend stieg ich wieder auf mein Radel und fuhr ein Stück, auf der Sraße des 17. Juni, setzte ich mir die Kopfhörer wieder auf und für los.
Ich hab keine Ahnung, welches Lied mein Ipod ausspuckte, aber auf einmal war die Welt in Ordnung. Ying und Yang, Heiß und Kalt, Sein und Nichts. Ebbé im absoluten Gleichgewicht mit sich selbst. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das zum letzten mal gefühlt habe, ob ich es überhaupt schon mal so gefühlt habe.
Diese Gefühl sollte bis zum jetzigen Moment anhalten und zeigt mir, dass ich irgendwie in die richtige Richtung lebe. asketisch. gedanklich. und überhaupt. :D
(Zum Haarefärben hab ich mimentan keine Ambitionen mehr.)

Donnerstag, 27. August 2009

Wörringer "Abstraktion und Einfühlung" in Vorbereitung auf Gratis-Guggenheim am Montag

"Wie der Einfühlungsdrang als Vorraussetzung des ästhetischen Erlebens seine Befriedigung in der Schönheit des Organischen findet, so findet der Abstraktionsdrang seine Schönheit im lebensverneinenden Anorganischem, im Kristallinischen, allgemein gesprochen in aller abstakten Gesetzmäßigkeit und Notwendigkeit.“

Für angehende Kunsthistoriker, unbedingtes Muss.

Findet sich auch bei Wols. Bingo. :D

Schaut eigentlich irgendjemand noch TV? Für eine Existenz ohne Television.

Schaut eigentlich irgendjemand noch TV? Für eine Existenz ohne Television. Aber irgendwie, war das ja mittlerweile auch etwas, was Leute zusammengebracht hat. So für die Daily Soap zum Beispiel, Tatort, nen Sonntagsfilm, Popstars, Greys Anatomy oder ähnliches oder so. Was früher Kommunikationstod bedeutete (so zusammen lautlos vor der Glotze sitzen) ist doch jetzt schon wieder relativiert, wo jeder noch intensiver ganz allein, wie ich vor seinem weißen Apfel Stunden killt.
Jetzt trifft man sich zu bald wieder im Herbst und Winter zu bestimmten Serien vor der Glotze und zollt der realen Kommunikation abseits von Facebook ihren wöchentlichen Tribut. Ja mal ehrlich, Fernsehen braucht sonst echt keiner. Qualitätskriterien scheint es es außer auf Arte und 3sat nirgend mehr zu geben. So lassen wir uns treiben in der Welt des Internets und bekunden unsere Abhängigkeit bei Twitter: Ja, ich bin Internetsüchtig! :D

nice typo!

micha, wo ist der link?

ohne worte.


Shirts, i like.



Fast schon zu abgedroschen, aber trotzdem schön. Organmotivik. Das Letztere ist ein Shirt aus der guten Heimat. Designed vom royalen WE. Werbung!!!

Tierliebe.

Ihr merkt schon, ich miste meine Bildersammlung aus. Inhalte könnt ihr woanders suchen.

Lieblingsmatisse


Es ist nicht nur der Lieblingsmatisse von Prof. Verspohl gewesen, mittlerwile ist es auch meiner. Die Ausmaße sind gigantisch. In keinem normalen Wohnzimmer würde dieser Platz finden. Gesehen haben wir diesen Monster-Matisse auf der Exkursion nach Amsterdam. Schwelgen in Erinnerung.

Teppichidee.

Leider kann ich das nirgends in meiner Bude realisieren. Kein Platz. :-(

Tal r

Ich liebe die Collagen von Tal R. Irgendwie kosmisch. Ich würde sie so gern mal in echt sehen.

Alles neu im trauten Heim.

Inspirationen sind aus desire to inspire, findet ihr rechts in meiner fabulösen Blogroll.
In der Küche stell ich mir ne schöne Spitzengardine vor. Zu finden preisgünstig aufm flomarkt, oder in so alten haushaltsauflösungsgeschichten, Farbe möchte ich gern vom Sperrmüll organisieren, zumindest variante weiß, das wunderschöne blau, werde ich wohl teuer mischen lassen müssen. Aber eine komplette Wand soll dran glauben. Weichen soll das dreckige restweinrot gegen kahle Wand mit einem gemälde von Veronica Lehner.
Ich hoffe, dass mir meine liebste Lara ein bisschen dabei hilft. Mal sehen.

wie stylish ist der denn, bitte?


Für mich als Heimatlose, wäre dieses geniale Teil echt eine Überlegung wert.
Lieder finde ich die den Schöpfer zu diesem Stück nicht mehr. :-(

Finger weg und bitte anfassen - "Happy go Lucky" und "Elegy"



"Happy Go Lucky" wurde mir von einer sehr guten Freundin empfohlen, die meinte, dass sie die Hauptfigur irgendwie an mich erinnere. Nun schon bei der ersten Szene war klar, dass es da gewisse Parallelen gibt. wir fahren das gleiche Fahrrad und sind sonst ganz schon verpeilt in unserer welt unterwegs.
Ganz amüsant, aber leider völlig ohne Handlung wird also das Mädchen Poppy vorgestellt, die nicht wirklich erwachsen werden will und damit sehr sehr glücklich ist.
Elegy ist vollends zu empfehlen. was für ein wunderschöner Film. Ich verrate weiter nichts.

Ebbé in Jena. Zweite Septemberwoche.

Bild ist von meinem alten Schulkollegen Lutz, der den Photoapparat und die Möglichkeiten der dazugehörigen Programme vollstens ausschöpft. I like.

http://www.graphomatiks80.com/

Bless- ed!

Fashion von Bless gefällt. Lumpig, aber verdammt cool.

durchdacht.

Fichte.

Mittwoch, 26. August 2009

Gestolpert über Christian Janecke "Kunst und Zufall" . Tolles Buch - interessante Vita!

Christian Janecke, geb. 30.9.1964 in Wuppertal, wuchs in Hessen und NRW auf und hat echt ne interessante Vita.

Er studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern Philosophie u. Soziologie an den Universitäten in Frankfurt a.M. / Wien / Saarbrücken.
Studienbegleitend jobbte er als Kameraassistent beim Saarländischen Rundfunk; die Promotion erfolgte 1993.
Danach war er zunächst Lehrbeauftragter der UdK (damals noch HdK) und FhTW Berlin, dann von 1995-2001 Wiss. Assistent der HfBK Dresden – zeitgleich und danach Lehrbeauftragter u.a. an der AdBK Nürnberg, an der TU Dresden, sowie der Palucca Schule, Hochschule für Künstlerischen Tanz, Dresden. Kleinere Lehraufträge führten ihn zu ZKM u. HfG Karlsruhe, sowie zu INTERFLUGS (UdK), Berlin, Fh Johanneum Graz.

Von 4/2002-3/2005 war er Inhaber der Wella Stiftungsdozentur für Mode u. Ästhetik an der TU Darmstadt. In dieser Zeit erfolgte auch die Habilitation an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die sich nicht auf Modetheorie sondern Fragestellungen im Feld zwischen Kunst und Theater / Bühnenbild /Performance bezog (venia legendi für Neueste Kunstgeschichte und Kunsttheorie, am 7.7.2004).

Nach einem Jahr als Vertretungsprofessor ist Christian Janecke seit März 2006 Professor für Kunstgeschichte an der HfG Offenbach.

L-Weltmeisterschaft in Berlin


Ja, die Stadt war echt megavoll und auf meinem täglichen Weg von Fhain nach Charlottenburg kam ich an dem Medienhype am Brandenburger Tor nicht vorbei. Vor ein paar Tagen bin ich dann auch noch in der Weltmeisterschaft im Gehen gelandet. Stranger Sport. Ansonsten ging das Ganze eher ppurlos an mir vorbei. Das Video ist trotzdem trés amüsant.

von Luft und Liebe leben in Berlin - Funkpark


Netter sonntaglicher Kurztripp zum Luft und Liebe Festival im Funkpark. Sollte man sich für das kommende Jahr vomerken. Ein bisschen Fusion-Feeling im Spätsommer.

Inglorious Basterds im International


Schon einige Tage her, da verschlug uns die Premiere von Inglorious Basterds ins wunderschöne Kino International. Wer den Film noch nicht gesehen hat sollte ihn unbedingt in Orginalsprache sehen. Ein synchronisierter Brad Pitt ist in diesem Film ein wahres Verbrechen. Eigentlich fand ich Brad immer total langweilig. Erst mit "Fight Club" und "Burn after reading" zeigte er mir, dass er mehr kann, als einfach nur gut aussehen. Unglaublich gut, war natürlich Christoph Waltz, der für seine Rolle als Obernazi noch einige Preise gewinnen wird. Diane Kruger find ich schon immer totlangweilig, hat aber in der Rolle als deutsche Vorzeigeschauspielerin trotzdem überzeugt. Deutsch eben.
Fazit des Abends: Ich wurde lange nicht so gut durch einen Film unterhalten, langeweile kam praktisch keine Sekunde auf. Nun das Ende fand ich irgendwie zu pathetisch und ja irgendwie ne Spur zu lächerlich. Nachdem man durchweg mit spannenden gut inszenierten, sarkastischen und witzigen Dialogen unterhalten wurde, wirkte das spektakuläre Abfackeln des Kinosaales irgendwie billig. Nun Quentin-filme sind ja nie besonders anspruchsvoll gewesen. Gute Unterhaltung eben.

Viel Spass.

Montag, 17. August 2009

Der Grund dafür.


„Die wahre Freiheit und die Schönheit sind erst in der Kunst – in die ich mich hineinarbeiten muss, die mir auch geschenkt wird, die aber nicht einfach da ist, sondern erworben werden muss.“

Das Zitat stammt von Imi Knoebel.

Wie Beuys anfing...

Joseph Beuys, Capri-Batterie, Multiple, 200 Exemplare, 1985 (via)

"Damals konkretisierte sich verschärft ein neues Wissenschaftsverständnis in mir. Durch Recherchen und Analysen kam ich zu der Erkenntnis, dass die beiden Begriffe Kunst und Wissenschaft in der Gedankenentwicklung des Abendlandes diametral entgegenstehen, und dass aufgrund dieser Tatsachen nach einer Auflösung dieser Polarisierung in der Anschauung gesucht werden muss und dass erweiterte Begriffe ausgebildet werden müssen."


Aus: Adriani, Götz: Joseph Beuys, Leben und Werk, Köln 1994, S. 44.

Donnerstag, 13. August 2009

John Cage im Radialsystem - morgen um 20 Uhr! Ebbé ist dabei!

John Cages "Variations VII" markierte 1966 die Geburtsstunde der interaktiven Performance und Medienkunst. "Variations VII" verwandelt durch Kommunikationstechniken wie Kurzwellenradio, Fernsehen und Telefon sowie eine Vielzahl von Haushaltsgeräten und Geigerzählern einen architektonischen in einen Sende-Raum. Klangübertragungen in Echtzeit aus verschiedenen Orten der Stadt wie einem Restaurant, einer Druckerei oder einem Abwasserwerk bringen das urbane Leben in einer Live-Performance zusammen.

Von Cyrill geklaut. Bunte Farben und Sounds aus der Simian Mobile Disse.


Der Look des Videos gefällt sofort, auffallend mit Primärfarben und Discostyles gearbeitet, so 'ne Fischaugenoptik, alte Turnschuhe, Honig - und fertig ist der Lack. Oder eben das Musikvideo by Jo Apps and Kate Moross. Beide keine unbekannten.

Heartbreaker - Metronomy from Jo Apps on Vimeo.

und ich liebe diesen Track und die dazugehörige Visualisierung, liebster Jo Apps.

Dienstag, 11. August 2009

Ebbé in Askese - ab jetzt.

Das Wort "Askese" kommt aus dem griechischen und bezeichnet nur mittelbar den Verzicht, sondern eher die "Übung". Geübt wird Selbstbestimmung, Willenstärke, Unabhängigkeit von äußeren Dingen und Bewertungen.

Michael, ich übe mal. :-)

Selbstsein oder der Begriff von Freiheit.

Das in Freiheit gewählte Zusammenspiel von Denken und Handeln führt zum Selbstsein. Diese Herausbildung der Existenz wird bestimmt durch Kommunikation (unabdingbare Vorraussetzung).
Erst indem ich mich zum anderen in Beziehung setze und mir dieser Beziehung bewusst bin, ist Selbstsein möglich.
Problematisch ist allerdings der Begriff von Freiheit.
Einerseits verhilft Freiheit zur Selbstbestimmung, andererseits, bedingt diese Freiheit auch die Verlassenheit des Menschen.
Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt, wenn nicht gar verdammt.

Wenn wir uns maßgeblich durch Kommunikation konstituiren, welche Auswirkung hat dann das Internet, bzw. die exponentiell wachsenden Kommunikationsmöglichkeiten in allen Medien?
Führt die täglich ansteigende Bilderflut dazu, dass wir uns zu jedem einzelnen, Bild, jeder Info in Beziehung setzen? Werden wir, "ICH", indem wir uns ständig zu allem positionieren? Führt das zu mehr Freiheit oder zum Chaos? Verlieren wir nicht ganzlich unsere Bezugpunkte, indem wir die unendlich scheinende Freiheit des Internets erkunden?
Einige von uns, wissen, wie es ist nach sechs Stunden surfen, in die Realität zurückzukehren.
Es ist die reale Welt, die einem dann manchmal fremd erscheint.
So birgt die Freiheit, die Gefahr der Bodenlosigkeit, Verlorenheit und letztlich auch der Einsamkeit in sich und doch können wir sie nie und nimmer aufgeben.
Den höchsten Wert der westlichen Welt - unseren individualistischen Begriff von Freiheit.

Montag, 10. August 2009

Klebende Teebeutel.

Ein Geräusch und wir erwachen.
Wir küssen uns.
Du küsst mich immer und immer wieder,
als hättest du es lange nicht getan.
Du nimmst meine Hand und mir wird heiß.
Wir atmen schneller.
Dein Atem an meinem Hals, ich kann dich nicht sehen und schließe die Augen.
Bitte hör nicht auf.
Jetzt. Blickkontakt. Verunsicherung. Was siehst du? Wer bin ich?

Sex ist eigenartig.

Zu viele.

Der Garten ist unser,
wie die ornamentalorange Decke auf der wir liegen.
Erschöpfung und Neugier - das Nachtdigital hinterlässt Spuren.
Das Bier schmeckt genau jetzt, so gut wie nie.
Ich rede, du schweigst.
Ich gebe, doch du nimmst nichts.
Komisch.
Neugier.
Wir betrachten den Apfelbaum über uns.
Volle Zweige, bis zu Zwanzig an einem.
Plötzlich dein Kopf neben meinem,
Für eine Sekunde Zwei sein.

Wo ist Arkana?

Ich schließe meine Augen,
ich bin müde.
Die Nacht war unser Freund.
Du sagst, du teilst mein Bedürfnis und gähnst,
das kannst du gut.
Wir schließen unsere Augen.
Eine Sekunde lang.
Ich öffne sie,
du blickst mich an und suchst.
Du kannst Es nicht finden und schließt deine Augen.
Ich sterbe in diesem Moment und es ist gut so.