Ich bin Solveig, 28 2/3, lebe in Berlin, will aber nach London. Ich liebe Kunst, das Internet, Pop, meine Freunde und die Liebe. Ja, ich glaube an Happy Endings. Die Unschuld ist mein privates Blog. Ja, genau privat. Ganz seriös ist es drüben beim Blog von Artconnect Berlin, wo ich auch der Bestimmer bin. <3

Montag, 30. November 2009

Ebbe auf Devandra Banhart


Devendra Banhart wird ja zur Zeit auf Motor Fm hoch und runter gespielt. Auch ich habe mittlerweile einen Ohrwurm von "Baby". Witzig ist auch das Video mit seiner Verflossenen Natalie Portman, die mir irgendwie immer sympathischer wird auch durch den hier geposteten Rap. Dt64 hat mal wieder Freetickets ergattern können, sodass ich auf einen Bericht von selbigen hoffe.
Geiler Typ dieser Banhart!

Ebbes Geschenkideen: Weihnachtsgeschenke aus O.K.

Schicke Garderobe.
Teatime. :-)
Mao-Pokerkarten.
Fischblinker aus Indien. Der ist doch wunderschön, nich?
Eine Lampe aus alten Tapes. Könnte man aus eigenen auch selber basteln...
Mein Favorit, Kruzifix aus Südamerika. Fehlt im religiösen Ebbenheim.
Schwein gehabt aus Südafrika.
Aus Plastikchina.

Schon vor ein paar Monaten bin ich auf diesen witzigen Onlineverand gestoßen und jetzt so kurz vor Weihnachten bietet sich hier die Möglichkeit meine Faves zu präsentieren. Ob ihr das jetzt cool findet oder nicht.Die meisten Sachen sind wirklich erschwinglich und kommen aus aller Welt! Ich steh ja total auf diesen Inderkitsch!!! Sicherlich alles Dinge, die die Welt nicht braucht, aber ein kleines Lächeln zaubert man damit doch jedem ins Gesicht. Nicht ganz uneigennützige Geschenke also.

Freitag, 27. November 2009

Saisonstart!

ENDLICH ist es soweit. Okay, kalt ist es nicht, es liegt kein Schnee, ebenso ist es in keinster Weise auch nur irgendwie winterlich. Dennoch: der Gletscher ruft! Wir folgen. Noch heute Nacht werden wir die Reise nach Sölden antreten. Morgen zum Frühstück gibts nicht nur selbstgeschmierte Stullen, sondern vorallem die wunderbar kalte, frische Bergluft. Ich kanns kaum erwarten.
Weiter gehts dann erst über Silvester, Mayrhofen überzeugte bereits letztes Jahr mit perfekter Wohnlage und spitzen Skigebiet. In diesem Sinne ein fettes EÖ! an die Jungs von den Aesthetikern.
Weitere Ziele der Saison 2009/10 werden das äußerst sympathische Kaunertal, und das mittlerweile sehr ins Herz geschlossene Kals am Großglockner. Natürlich, wird auch der ThüringerWald mit seinen von Jahr zu Jahr attraktiver werdenden Lift- und Flutlichtanlagen ausgecheckt. Grüße gehen raus an die Crew von WeLoveSnow.
Der Winter ist und bleibt meine absolute Lieblingsjahreszeit! Die Hoffnung, dass die Grundlage jeglicher Planungen, der Schnee, in ausreichender Menge vorhanden sein wird, stirbt bekanntlich zuletzt. Wir werden der verantwortlichen Gottheit huldigen. Passende Outfits sind in Arbeit. Beste Grüße und vielen Dank an die allerliebste Sandy vom RoyalWe GalleryStore. Tradition verpflichtet. Die perfekte Zeit: Schnee, Sonnenschein, Freunde, Snowboarden.


Donnerstag, 26. November 2009

Comicsprache to go II


Und weiter gehts:


(via)
DING-DONGGlocke
DOOAusruf eines Verückten
DOOSHim seichten Wasser waten
DRRRRRWecker
DRINNG, DRRRINNGTelefon,Türglocke
DZAusdruck der Mißbilligung
EEE, EEEHAngstschrei
EH,EHHVerlegenheit
FA DUMexplodierende Rakete
FIFZZZZZjmd wird durch einen telepathischen Blitz vernichtet
FIZ, FIZZ, FIZZZZzischen, sprudeln, sprühen
FLASHmit Blitzlicht fotografieren
FLOPhüpfender Busen eines laufenden Mädchens
FLUMPBrüste nach ablegen des Büstenhalters
FLUTSCHausrutschen
FOOOBdahinrasende Zeitmaschine
FOOOPVerwandlung
FOOOOSHExplosion
GACKHuhn
GÄHNgähnen, Langeweile, Müdigkeit
GHHHTodesröcheln
GIGGLEkichern
GIKhysterisches stammeln
GLOGaus einer Flasche trinken
GLUCKtrinken
GNIZPNervenzusammenbruch
GR, GRRR, GGRRRknurren
GRMBLverärgert grollen
GROMPFhastig essen
GRUMMELAusdruck des Ärgerns
GRUMPHschnauben
Und bevor ich es vergesse: Der Link ist verschlampt, aber die Uni Bielefeld hat sich solch eine schöne Liste erdacht. Hinzu kommen noch eigene Fundstücke.


Mittwoch, 25. November 2009

"Besser wird House nicht"

Dass die Jungs & Mädels von de:bug in ihren Kritiken selten mit Lob sparen, sollte hinreichend bekannt sein. Auch der Beitrag zum aktuellen Sampler "And suddenly it's morning" von Smallville Records aus Hamburg, ist überaus seidig und glatt, nahezu sentimental. Eine Homage an die wunderbaren Augenblicke am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, und der Alkoholkonsum der vergangenen Stunden die Euphorie auf einen neuen Superlativ treibt. Gekrönt mit einer Zigarette und geliebter Gesellschaft - unvergesslich. Ich schleime zurecht. Sollte euch das Cover bekannt vor kommen, kann ich mit freuden auf The Lousy LivinCompany verweisen. Die Klamotten sind mit ihren Prints definitiv die optimale Einstellung zum Labelname. Mein Favorit ist schon seit langem die Lousy Mouse. Yeah. Kauft euch die Platte und ein passendes T-Shirt!

SmallVille Records auf Myspace

Last Days of Jena.

Letzter Sonntag aufm Abbeplatz-Campus.
Sonntagsstilleben in der Bib am Abbeplatz. Exakt so vorgefunden.
Ebenfalls am Abbeplatz. Inschrift auf dem Mädchenklo.
Gässchen auf dem Weg zu Thulb. Love You!Bilderrätsel.
Eine Stunde vor Abgabe im Copyshop. Der Typ war so atzig. Erste Fehler hab ich da schon entdeckt. :D Auf der Post unterschrieben. Herzen bringen Glück.

Comicsprache to go

Dass Comicsprache international verständlich ist, ist nicht neues. Die gezeichneten Bilder haben ihre eigene Grammatik und Symbolik. Herzen zeugen von Verliebtheit, eine Säge von schnarchwütigen Akteuren oder Wolken von davonflitzenden Roadrunnern. Von den Ausdrücken, die Geräusche oder Laute nachahmen, den sogenannten Onomatoönien haben sogar wir etwas im realen Leben. Oftmals benutzen wir sie beim Türöffnen, Hände über den Kopf zusammenschlagen oder sonstigen Tätigkeiten ... naja, ich jedenfalls. Und weil ich das so klasse finde und der Meinung bin, dass viel mehr Bildsprache in den Alltag eingebaut werden sollte, wird ab sofort, in kleinen Portionen ein kleines Lexikon hier veröffentlicht werden. Los geht`s mit natürlich mit den ersten drei Buchstaben A - C :

AA;AH;AAH;AHH;AAAH...Angst-,Schreckens-,Scmerzensschrei
ÄH;ÄÄÄHAusdruck der Verlegenheit,Unsicherheit,heulender Säugling
ÄCHZKörperliche Anstrengung
AGRR;AGRR,RAM;
AAAAGGGGGGRRRRR
schnarchen; brüllender Löwe
AI;AAIIEE;AAAAIIIIEEESchrecken-,Schmerzen-Todesschrei
AH-OHAHgähnen
AU,AUUU;AUA;A-U-ASchmerzensschrei
AUTSCHSchmerzensschrei
BÄHweinen,heulen
BAM;BAMM;BAAMSchuss,Ohrfeige, pochen,hämmern, schlagen
BANGSchuss,Explosion, Tür zu schlagen
BAZZStrassenlärm
BEANfuturistischer Apparat
BEEP,BIEPSignal
BEURKerbrechen
BEURKGLLGLLEURKGLein besoffenes Auto muß sich übergeben
BLINKzwinkern
BLUB,BLUBBWasserwellen, jmd. ertrinkt, sinkendes Schiff
BOINGSchlag, Zusammenstoß
BOOMdröhnen, brummen
BRR,BRRRRstöhnen, frieren,
BROM, BROMMstartendes Auto
BRUMM, BRU-U-U-UMMTiere, Autos, Gewitter
BU, BUH, BUUU, BUHHHweinen, heulen,jmd. erschrecken, Ausruf der Verachtung
BUMS, BUMMMSExplosion, irgendwo vorlaufen
BZZ, BZZZ, BZZZZZschnarchen, schlafen, summen einer Fliege, Biene
Ch, CHH, CHCHHschnarchen, schlafen
CHA CHINGKopfschmuck mit Glöckchen
CHAFfliegende Kuh lässt einen Fladen fallen
CLACKrasselnde Ketten, Tür
CLICKTür, Verschluss, Kamera
CRACKberstener Fels,
CRISSHeine Hose zerreißt
CUILaut eines Wesens vom anderen Planet

KITSUNÉ MAISON NIGHT - Ebbe am Start! YEAHHH!


Coop Entertainment presents:
KITSUNÉ MAISON NIGHT
kitsuné floor:

DELPHIC - LIVE! (kitsuné/manchester)
TWO DOOR CINEMA CLUB - LIVE! (kitsuné)

special live guest:
THE PHENOMENAL HANDCLAP BAND - LIVE! (gomma/new york)

djs:
MUNK (gomma/munich)
DELPHIC DJ-SET (kitsuné/manchester)
DJ VALIS (panic!)
VJ ARTHUR RÖING (coop)

berlin battery floor:
APPALOOSA - LIVE! (kitsuné/italians do it better/paris)
SHIR KHAN (exploited/berlin battery)
DJ SUPERMARKT (berlin battery/le hammond inferno)
JACK TENNIS (berlin battery)
VJ ULTRAMOODEM (exploited)

mobile disko:
A TEAM (coop/scala)
MARLON BEATT (coop/scala)
SEVY SEV (sweatshop)


Berlin: Ritter Butzke 27.11.2009 FR 22.00 Uhr 14.30 €
Tickets erfragen unter 030-61101313

Dienstag, 24. November 2009

Schwebezustand

Zurück in Berlin, bin ich immer noch nicht wirklich angekommen. Mein Körper streikt, er ist verdammt müde. Die letzten Wochen waren einfach zu extrem. Ich frage mich ernsthaft, wie ich soviel innerhalb eines Tages schaffen konnte. Jetzt habe ich den Eindruck, dass der Tag weniger als 8 Stunden hat. Und ich bin immernoch so verdammt müde.
Tausend Sachen wollen erledigt werden, tausend vernachlässigte Freunde getroffen werden, aber irgendwie geht das gerade JETZT nicht. Die Aufgaben lähmen mich.
Obwohl man sich so sehr auf die Zeit nach dieser fucking Magisterarbeit gefreut hat, kann man sie doch nicht recht genießen.
Ebbe braucht Urlaub und Kopenhagen für ein Wochenende wäre eine Idee.

Samstag, 21. November 2009

Send More Cats im Michelberger Hotel und im Lux!

Liebe Kittys and Katys,
höchsterfreut bin ich über zwei neue Gigs meiner Lieblingsband Send More Cats ehemals Goodbyewavers.
Endlich gibts mal wieder sexy Katzengejaule von meiner intellektuellen, extrem gutaussehenden Lieblingsmietze inklucive höchst musikalischen Katern an Gitarre, Klavier, Bass und Schlagzeug. All das auch noch im feinen Schnurrrrrr-hotel Michelberger und im gemütlichen Kreuzberger Lux, der oder das ja mittlerweile der Katzenbande verwandt ist, sooft haben sie dort schon miaut.
Zum Gig im Lux dürfen sich alle anwesenden Katzenkinder zum Schoko-KitKat auch noch ein feines Liedchen wünschen, weshalb ich mich verpflichtet fühle auch hier zum Liederwünscheposten aufzurufen! Ich leite eure Wünsche dann natürlich weiter - Send More Cats!

via
Auch nehme ich mal an, dass wir danach wieder in irgendeinem der naheliegenden Clubs landen, um bis zum Morgengrauen die Technomietz däncen zu lassen. Nüscht also mit Samtpfoten und so. Lackiert euch die roten Mietzekrallen und seid dabei!

Freitag, 20. November 2009

Awesome Frank Stella in Jena.

"Überfällen von Gegenwartskunst wie diesem ist schwierig zu begegnen, wie überall, so auch in Jena. Daß hier schon vor zweihundert Jahren die Kunst als autonome Quelle der Erkenntnis galt, ist eine Minderheitenweisheit." (via)

Ja, man mag es kaum glauben, aber auch in Jena gibs echte Kunst. Zwar wird diese von den meisten Bewohnern übersehen, ignoriert oder einfach nur grundlos belächelt und randaliert. Aber es gibt sie und das schon seit ein paar Jahren. Verspohl hatte damals zusammen mit Lothar Späth die grandiose Idee eine Tradition neu zu beleben und einem renommierten Künstler einen Ehrendoktor in Jena zu verpassen, wie ihn jüngst Imi Knoebel 2006 in Jena erhalten hat. Auguste Rodin (via)
Diese Ehrendoktorgeschichte begann 1905 mit Rodin, der in der thüringischen Provinz als dahemaliger Revoluzzer die höchste Würde erhielt und Avantgarde-Jena zum Dank die wunderschöne Minerva schenkte (Ebbe hatte einmal eine coole Hausarbeit über jene verfasst.) 1995 war es Frank Stella (famous voallem durch seine Blackpaintings), der Jena die GerySkulptur, eine aus der Reihe Hudson River Valley Series, vermachte. Die meisten wissen also nicht, dass es sich bei den großen Stella Skulpturen mitten auf dem Campus lediglich um Leihgaben des Künstlers handelt, die er jederzeit zurückfordern könnte. Der Wert dieser fast monumentalen Skulpturen ist jedenfalls schwer abzuschätzen. Stella ist schon seit Jahren, gleichberechtigt neben Richard Serra einer der teuersten Bildhauer weltweit. Die kleinste Skulptur hat also schon vor Jahren nach Verspohl die Sechsstelligkeit erreicht, wenn nicht mittlerweile sogar geknackt. Würde mich als nicht wundern, wenn die demnächst jemand abtransportiert.



BLICKFANG 2009

Jedem, der sich dieses Wochenende zufällig in der Schweiz aufhalten sollte, würde ich empfehlen die größte schweizer Designmesse BLICKFANG im Züricher Kongreßhaus zu besuchen. Dieses Jahr zählt die Veranstaltung rund 220 Austeller aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Ungarn und den USA. Zu sehen gibt es Innovationen aus den Bereichen Möbel, Leuchten, Mode (inklusive einer Sonderschau "Männersache") und Schmuck. Den Preis von rund 11€ fürs Studententagesticket finde ich dabei äußerst fair. Leider ist die Modenschau dabei nicht integriert und muss mit zusätzlichen 7€ honoriert werden. Schade.

We make money not art! - Die Millionenblase am Kunstmarkt

Ein wirklich kritischer Bericht zur Situation am Kunstmarkt. Erinnert in seiner Machart bisschen an Michael Moore, aber extrem interessant!!!! :D

http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=2940266,scheduleId=2907428.html

Donnerstag, 19. November 2009

Pathos, At it's Best - But, at the end there is love!

„Warum Denken traurig macht“ hat Georg Steiner in 10 Gründen für die postmoderne Medienwelt eindrucksvoll erklärt. „Nicht denken müssen: - das ist der Traum“ formulierte mehr als 60 Jahre zuvor Wols die Utopie und zugleich den Lösungsvorschlag in seinen Aphorismen. Nicht nur die Kunst von Wols hat mich letztlich dazu gebracht, den Traum in die Realität zu überführen und gleichsam die Realität zu träumen - das Studium der Kunstgeschichte trotz wiederkehrender Hindernisse leidenschaftlich zu verfolgen und dabei gleichsam wissenschaftlich, träumerisch, assoziativ und manchmal in chaotischen Bahnen zu denken.
Am allermeisten verdanke ich diese Magisterarbeit Prof. Dr. Franz-Joachim Verspohl, der mich in meiner ersten kunsthistorischen Vorlesung in Jena durch seine unkonventionelle Art der Vermittlung zum nun mehr als geliebten Studium brachte, mich immer wieder durch seine interdisziplinären Gedanken inspirierte und durch seinen wiederholten Zuspruch, aber auch Kritik an meinen Fähigkeiten, enorm anspornte. Hauptsächlich er vermittelte mir einen Begriff von der Freiheit des Denkens, welche für die Kunst in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft immer unverzichtbar war, ist und sein wird. Ihm allein ist deshalb diese Arbeit gewidmet. Desweiteren bedanke ich mich bei Toni Hildebrandt, der seine komplexen Gedankengänge, Kunst und Philosophie betreffend, immer mit mir geteilt und freudig diskutiert hat, weil er in keiner Sekunde an mir und dieser Arbeit gezweifelt hat, sondern immer an mich geglaubt, mich motiviert und mir als echter Freund Halt und Sicherheit gegeben hat.
Ein dickes THANK YOU gilt außerdem Mbum, Annik Roi und LärziBärzi, die mich warmherzig in der alten Heimat aufgenommen haben, mich durchgefüttert, gestrafft, ermahnt und vorallem geliebt haben, ganze drei Wochen lang!!!
Auch wenn ich den mönströsen Zettel an der Haustür nach dem zweiten Mal sehen, nie wieder registriert hab (darauf stand: 1. Räum dein scheiß weg, 2. Licht aus, 3.Heizung zu, 4. Räum dein Scheiß weg) und damit dem ordnungsliebenden Lärzi fast den letzten Nerv geraubt hab, beharrlich hat er mir Einsteins Theorie verkliquert und sich jeden Abend von mir abknuddeln und vollquatschen lassen. (zum Dank hab ich jetzt auch noch seinen Tabak und den USBStick gezockt, Au man, Ebbe!)
Ich will damit nur sagen, dass ich seit Jahren die tollsten Freunde der Welt hab und dennoch immer wieder herzallerliebste Menschen dazukommen,
Grüße an dieser Stelle an PaulaLuca, Simone und Friederike.

Ich weiß, ich bin ein bisschen anstrengend, aber ich liebe euch von ganzem Ebbenherze!
Und vielleicht ist das ja auch was wert.

Dienstag, 17. November 2009

Erklärungen

Folgender Beitrag ist zunächst auf dragstripgirl.de erschienen. Vielen Dank S&B. Auf Wunsch von Ebbe nun auch hier.

Ein Anruf - Enttäuschung. Die Frage nach dem Warum. Seit Jahren. Eigentlich ist es nicht so schlimm. Eigentlich - aber irgendwie auch doch. Angst. Scham. Angst. Eigentlich – aber, dass wissen nur wenige Menschen. Man ist stark. Man ist normal.

Als normal würden mich wohl auch die meisten Menschen in meinem Umfeld beschreiben. Sie sind maximal darüber verwundert, dass man lieber zur Club Mate greift als zum Bier. Sie fragen. Fragen bleiben im Raum stehen. Es ist nicht so wichtig.

Sind mir die Menschen wichtig, dann versuche ich zu erklären. Mich zu erklären, mich zu rechtfertigen, obwohl ich das nicht müsste. Aber ich muss es – für mich.

Ich bin Krank. Ich sitze nicht im Rollstuhl, brauche keine Krücken, ich verliere keine Haare – man sieht es mir nicht an. Ich sehe nicht krank aus. Ich bin nicht eingeschränkt in meinem Handeln. Ich kann studieren. Ich kann arbeiten. Ich kann feiern gehen und Freunde treffen. Ganz normal eben. Nur schlucke ich jeden Morgen eine Hand voll Tabletten – Morbus Wegener. Nicht vererbet. Nicht ansteckend. Spontane Mutation des Körpers – falsch programmiert, selbstzerstörerisch.

Mit 17 die Diagnose – nicht weiter schlimm dachte ich mir. Fünf Monate später – ich werde das Krankenhaus die nächsten 12 Wochen nicht mehr verlassen. Es sind prägende Wochen. Wochen die mein Leben und mich irgendwie verändern. Im Inneren bis heute. Die heute noch Angst schüren und Tränen in die Augen steigen lassen.

Schmerzen im Magen – unerträglich. Cortison und Co. machen es besser – kurzfristig. Körperlicher Verfall – schnell. Nichts hilft. Ich fühle mich machtlos. Kann aber nicht mehr darüber nachdenken. Mir geht es zu schlecht. Schmerzen im ganzen Körper – er zerstört sich selber. Lässt sich nicht besänftigen.

Medikamentencocktail.

Untersuchungen.

Spezialisten.

Künstliche Ernährung.

Weit weg von zu Hause – meine Eltern, meine Familie immer für mich da.

Eine Nacht – der Kopf macht nicht mehr mit. Hirnblutungen. Er schaltet ab. Es ist ihm einfach zu viel. Die Erinnerung setzt erst eine Woche später wieder ein. In der Zwischenzeit: Intensivstation. Notoperation. Künstliches Koma.

Ich wache auf. Immer noch weit entfernt von der Realität. Ein Film spielt sich ab, den ich nicht steuern kann. Aber es fühlt sich irgendwie gut an. Die Schmerzen sind weg. Mein Körper so schwach, dass jede eigenständige Bewegung unmöglich ist.

Es ist okay. Man macht mir bewusst, dass ich fast tot gewesen wäre. Es ist nicht mehr okay. Wenige Worte bedeuten mehr als Wochen in Ungewissheit. Mir ist schlecht. Ich weine. Heute noch.

Es wurde besser. Das Übel der Schmerzen war beseitigt. Eine lange Narbe blieb zurück – vom Brustbein bis zur Scham. Neue Medikamente stabilisierten den Rest. Der Körper wurde wieder stärker – langsam. Erst greifen, dann sitzen, dann laufen.

Zu Hause. Der Blick in den Spiegel – erschrocken. Eine andere Person schaute zurück. Alte Bekannte liefen in der Stadt an mir vorbei, weil sie mich nicht erkannten. Cortison ist Gott und Teufel zugleich.

Nach einem halben Jahr, in dem ich Krankgeschrieben war, habe ich schnell angefangen wieder ein normales Leben zu führen. Studium in einer neuen Stadt. Neue Freunde und Bekannte und damit auch das Bedürfnis mich Erklären zu wollen. Sie kannten das frühere Ich nicht, aber ich kannte es und die Geschichte dazu und diese beeinflusste und beeinflusst auch heute noch mein Leben. Irgendwie.

Es ist die Angste vor dem was passieren kann, nicht mehr die Stärke zu haben so etwas noch einmal durchstehen zu können. Die Enttäuschungen bei der Nachricht nicht besser oder schlechter werdender Blutwerte. Zerstörung der Hoffnung irgendwann ohne Medikamente leben zu können – Kinder zu bekommen. Beruhigen. Alles hat Zeit. Ich habe Zeit. Hoffentlich.

Ich bin stark dank den Menschen, die darüber bescheid wissen und für mich da sind. Die mich auffangen, wenn er mir schlecht geht. Die sich Sorgen machen. Die mich ganz normal behandeln. Für die mir an dieser Stelle die Worte fehlen, weil ihnen so viele Worte gebühren. Danke.

Ich habe mich erklärt. Selbsttherapie.


Was ist Schmerz? Analogie zum Kunstwerk.

Die International Association for the Study of Pain definiert Schmerz folgendermaßen:
„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder drohender Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache.“
Schmerz ist daher eine komplexe Sinneswahrnehmung, die als akutes Geschehen den Charakter eines Warn- und Leitsignals aufweist.
(aus Wikipedia)

Boah, in meinem ganzen Leben, hatte ich noch nie solche Schmerzen, dass ich ununterbrochen zwei Stunden weinen müsste und ebensolche stöhnende Schwerzgeräusche ausstoßen musste, wie man sie aus dem Fernsehen von Gebärenden kennt. Ich kann nur sagen, dass ich das niemandem wünsche. Viel zu selten wird man sich bewusst, dass dieser Körper, in dem wir leben, verletzbar ist, eine Materie, die kaputt gehen kann, wenn man mechanisch darauf einwirkt.

Allerdings ist echt interessant, dass der Schmerz nur der Schein der Ursache ist.
Man glaubt es tut genau an dieser Stelle weh und will sich am liebsten das Bein abhacken, dabei wird der Schmerz nicht nur durch die Materie, sondern hauptsächlich im Geist erzeugt. Diese fast perfekte Nachahmung, bringt mich schon wieder zum Nachdenken über Sein und Schein unserer fucking Welt.
Wie ein Kunstwerk, dass an Geist (seine Aussage) und Materie (zB. Öl auf Leinwand, Plastik, Video) gebunden ist, so funktioniert Schmerz nur mit dem Gehirn und Körper zusammen. Ohne Wunde, kein Signal, ergo kein Schmerz. Ohne Gehirn, nur die Verletzung, auch kein Schmerz.
Schmerz und Kunstwerk werden beide zutiefst subjektiv vom Betrachter oder Verletzten erlebt.
Wie das Kunstwerk letztlich nur ein scheinbares Abbild der Welt ist, und vom Künstler geschaffen erschaffen wird, so wie der Schmerz als scheinbares Abbild der Wunde, von seinem Betroffenen vorerst im Hirn erzeugt.
Dabei arbeiten beide mit dem Prinzip von Aufnahme und Projektion in Gleichzeitigkeit. (Termini von Wols und Klee!) Simulatnität spielt bei der Warhnehmung eines Kunstwerkes also dieselbe Rolle wir in der Wahrnehmung des Schmerzes.
Indem Moment, wo dir die Wunde zugefügt wird, erkennt dein Gehirn, dass da was schief läuft, du fühst den Schmerz in einer minimalsten Zeitspanne simultan an genau der Stelle der Einwirkung auf deinen Körper. Im Moment, indem du das Kunstwerk siehst, nimmst du es auf und simultan projezierst du ein Abbild des Gesehenen im Hirn, ob du es gut findest oder nicht, entscheidet sich öberflächlich sofort.
Kunstwerk und Schmerz haben beide Ereignischarakter, spielen sich zum größten Teil über ihr Medium (Körper, oder Leinwand) im Geiste ab. Beim Künster, wenn, er loslegt und malt, ebenso wie beim Betrachter, wenn er anfängt zu sehen. Der Schmerz ereinet sich ebenfalls erst, wenn die Materie verletzt wird, oder das Gehirn anfängt die Wunde zu "deuten".

Interessante Analogien.

Dass man sich in dieser Schmerzsituation einfach nur den Tod - eine Erlösung wünscht, fand ich auch krass. Die absolute Hilflosigkeit gegenüber diesen Gefühlen, das Verlorensein in der Intuition unseres Körpers, verlangt nach schnellstmöglicher Ratio, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Das krasseste Gefühl - der Schmerz, (der uns zeigt, dass wir letzlich durch Materie leben und durch diese verletzbar sind) bringt uns quasi im selben Moment im Gesite dazu, das Ende herbeizuwünschen. Die Erlösung von den körperlichen Schmerzen durch den Tod - die Lösung von der Materie.

Mittlerweile isses auch wieder besser, danke Novalgin en masse erlebe ich Heideggers Gelassenheit.
Tiefverwurzelte Schmerzperversionen hab ich heute jedenfalls abgelegt.

Sonntag, 15. November 2009

Gottes Werk und Teufels Beitrag - Meine Magisterarbeit.


Wer hackt hier wem jetzt den Kopf ab?
Es entscheidet sich in den letzten Stunden.
Bin ich David, oder Golliath?
Hochmut, mit Ergebnis und eher freier Fall in ein Fass ohne Boden.
Zukunft ist nah.
Greifbar nah.
Zu nah?
Die Stunden dehnen sich innerhalb dieser Greifbarkeit bis ins Unendliche aus.

Ich bin gefangen im Jetzt, welches vergangen und zukünftig zugleich ist.
Wo ist mein Delorean?

Gelegenheit macht süchtig

Nach nunmehr doch einigen Jahren der Arbeit im wunderbaren deutschen Gesundheitssystem, treffe ich dennoch immer wieder auf schockierende Überraschungen. Im Gespräch mit einem mir bekannten Rheumatologen erfuhr ich vor ein paar Tagen, dass Ärzte die Möglichkeit haben ihren Patienten sogenannte Privatrezepte auszustellen. Eine Option, Medikamente unabhängig von den Krankenkassen zu verschreiben, da Privatrezepte generell aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Zwar müssen Name und Geburtsdatum des Patienten darauf vermerkt sein, der Knackpunkt jedoch ist, dass es keine Rolle spielt ob Patient und ausstellender Arzt nicht ein und die selbe Person sind. Somit können sich die Ärzte jedes beliebige Medikament besorgen, ohne gegenüber irgendwem Rechenschaft ablegen zu müssen. Lediglich vor deren eigenem Gewissen.

Unglaublich. Mag sein, dass sich die meisten hier dieser Tatsache bewusst waren. Mir ist es völlig neu. Kein Wunder dass Ärzte die ungeschlagene Nummer Eins der benzodiapezinabhängigen Berufsgruppen bilden.
Ebenso Eigentherapie. Ich dachte bis zuletzt es wäre vom Prinzip her verboten sich selbst zu behandeln. Auch wenn man Arzt ist. Der Rheumatologe negierte.
Ich möchte nicht wissen, wieviele Ärzte ihre Dienste auf Ritalin oder Cipralex schrubben um nicht müde zu werden. Soetwas sollte verhindert werden!

Samstag, 14. November 2009

God save the Zibbelkissen.


So sieht das aus, wenn Antje 10 Stunden mit mir die Magisterarbeit Korrektur liest.
Anscheinend muss sie meine Gegenwart kompensieren! :D

Mittwoch, 11. November 2009

Versus trifft auf Politär


Ebbenweisheit:
Sich in eine Sache zu vertiefen, kann in Relation genauso schön sein, wie tausend Sachen neu zuerleben. Tiefgründigkeit trifft Oberfächlichkeit im Graupunkt.

In der Liebe, im Leben, und sonst überall in der Menschenwelt ist das gut und nicht so gut gleichzeitig. Scheiß Sebstreferenzialität oder ein Hoch auf Selbstreferenzialität? Bin ich ein Graupunkt?

???

Die Unschuld liebt Hanne Hukkelberg - Blood from a Stone


Wunderschönes "neues" Lied von Hanne Hukkelberg, die mich nun auch schon seit mindestens einem Jahr musikalisch begleitet. Den Tipp hab ich damals von der liebsten Lysann bekommen, die mir einfach mal meinen nun vermissten USBStick randvoll mit unglaublich schöner Musik gefüllt hat. Hanne Hukkelberg, 1979 in Kongsberg, Norwegen geboren ist eine norwegische Komponistin, Sängerin und Multi-Instrumentalistin mit Jazz-, Elektrofolk-, Indierock- und Experimentalmusik-Ausprägungen.
Während ihrer Jugend und des Jazz-Musik-Studiums war Hanne Hukkelberg Sängerin in elf Band-Formationen, die von Jazz, Free Jazz, Folk bis zu Rockmusik, Heavy Metal reichten. Ihre Instrumente sind neben der Stimme das Klavier, das Schlagzeug und die Gitarre. Nach ihrem Magister-Abschluss an der Nationalakademie Norwegian Academy of Music in Oslo unterrichtet sie und ist weiterhin mit vielen Projekten musikalisch aktiv. Sie hat angefangen, Musik für Theater und für Filmproduktionen zu komponieren. Für ihr erstes Solo-Album Little Things, das in originalsprachlicher norwegischer Version im März 2004 herauskam, sammelte sie zwei Jahre lang Stadt- und Natur-Geräusche und ich kann euch die Scheibe nur wärmstens ans Herz legen! Ihr zweites Album erschien 2006 entstand zu großen Teilen während eines halbjährigen Aufenthalts in Berlin und heißt deswegen, Rkyestraße 68. Der Track Berlin kommt also nicht von ungefähr.


Ach und die infos kommen via lastfm. :)

Nachts arbeiten schlaucht!

Ich bin breit. Aber nicht müde.
Wichtige Anmerkung: Diese Katze kommt nicht via Google auf die Unschuld, Nein!
Die Mietze gehörte einem guten Freund von uns. Gott hab sie seelig. Nacht!

Dienstag, 10. November 2009

Feedback erwünscht!


Zwei Helden schlagen in meiner Brust

Ich liebe Ihn. Und er hat mir das wohl größte, beste, einzigartigste, aufregendste und ultra-coolste Geschenk gemacht das es auf der Welt gibt. Ein Stückchen Vinyl.

Darauf gepresst: Musik-Deluxe. Mayer Hawthorne. Schon die ersten Töne seiner Musik, die irgendwo zwischen Soul, dem Gefühl von unendlichem Glücklichsein und Liebeskummer anzuordnen ist, brannten sich in meinen Kopf und in mein Herz. Der 29jährige Andrew Mayer Cohen, der in Ann Arbor bei Detroit aufwuchs, ist Musiker, DJ und HipHop-Produzent. Vom Heavy Metal zum HipHop und jetzt: A Strange Arrangement“ – alle Instrumente selber eingespielt, eine zum Himmel hoch jauchzende und zugleich angenehme Stimme voller Charme – veröffentlicht auf dem auf dem kalifornischen Label Stones Throw.

Und das Ganze gibt’s am 21. November 2009 live im Bohannon Club - Special-Geschenk. Dann treffen meine zwei Helden aufeinander und werden mich noch glücklicher machen, als ich es jetzt schon bin. Bericht wird folgen.

Mehr Infos und ein interessanter Artikel auf Zeit-Online. Hörpropen gibt’s bei MySpace.


Montag, 9. November 2009

Guten Morgen Deutschland - I'm all over it now!

Hello Innocence
Though it seems like we've been friends for years
I'm finishing
How I wish I had never begun
Though it should be the last one
And it's dragging me down to my knees
Where I'm begging you please

Let me go
Don't you know

I'm all over it now
And I can't say how glad I am about that
I'm all over it now
Cause I worked and I cursed and I tried
And I said I could change and I lied
Well there's something still moves me inside

She's a melody
That I've tried to forget but I can't
It still follows me
When I wake in the dead of the night
And I know that I can't find
That song going round in my head
Like the last things you said

Please don't go
You think I know

No I won't come back
No I won't come back
No I won't come back
No I won't come back

One dark morning
She left without a warning
And took the red-eye back to London town
Seit seinem 2003 Twentysomething Album sind wir Fans von Jamie Cullum. Leider war es mir noch nicht vergönnt ihn mal live auf ner Bühne zu sehen (und er geht einfach verdammt ab!) und derzeit nur durch UK. Aber kann man bestimmt mal anpeilen, wenn er für sein neues Album The Pursit auf Promotiontour geht.

Sonntag, 8. November 2009

Saul Bass

Bereits vor einigen Tagen gesehen, empfinde ich diesen Gedanken nunmehr als extrem vielfältig. Schließlich erschafft jeder Denkende sein eigenes haptisches Produkt. Sei es eine Magisterarbeit, Promotion, Forschungsarbeit oder einfach Kochen. Lasst dir Hirne brennen!

Klassische Mythologie am Sonntag - Diana und Aktaion.

Jan Brueghel, the Elder, hier hat man den Eindruck, das eher das Bad der Diana dargestellt wird. Lediglich eine Figur verweist auf den Jäger am rechten Bildrand. Das Hündchen ist wohl kaum fähig einen Hirsch zu zerfleischen. ;)
Giuseppe Cesari (* Februar 1568 zu Arpino; † 3. Juli 1640 in Rom) wunderschön dynamisches Bild. Sie wendet sich stark von ihm ab, weil sie seine Verwandlung nicht ertragen kann. Er wird in den unschuldigen Farben der Maria dargestellt.

Lucas Cranach, (* 1472 in Kronach, Oberfranken; † 16. Oktober 1553 in Weimar) war einer der bedeutendsten deutschen Maler und Grafiker der Renaissance. Besonders schön bei ihm, das sich die kompletti Geschichte zeigt. Halbhirsch-Halbmensch wird er just im Moment der Erblickung Dianas von den Kötern verspeist. iemlich anzüglich, die Position der Dame im Vordergrund.
Jean Mignon, gehörte zur Schule von Fontainbleau, 16./17. Jahrhundert, und malte manieristisch. hat das Ganze durch Architektur und Perspektive aufgepeppt. Mignon tendiert zu idealisierten Körper. Der Aktaion steht im leicht schwulen Kontrapost, Dianas Brüste wirken silikoniert. Kleine Putti räkeln sich an der Brüstung.
Rembrandt (* 15. Juli 1606 in Leiden; † 4. Oktober 1669 in Amsterdam) Das Licht, das Licht, das Licht! :D hat auch wirklich was von Jean Watteau.
Das ist von Titian und ich nehme an das, dass das die frühere Darstellung des Mythos ist, habs nicht nachgesehen. Der Typ ist noch nicht verwandelt, dargestellt ist nicht die Geschichte, sondern der Moment, indem er seinem Schicksal in die Augen sieht. Er guckt nämlich eher auf den toten Hirschschädel, als nach der nackten Frau! Auch hier die Farben der Unschuld, Blau und Rot.
Titian, † 27. August 1576, spätere Darstellung lässt die Verwandlung ebenfalls aus, sie zeigt nur noch den Hund, der sich am Blut erbricht. Titian sollte seine Brutalität in der Schindung des Marsias noch auf die Spitze treiben.
Akaion, der ein Nachkomme Apollos war (Gott des Lichts, der Künste, Gottweißwas) erwischt Diana (Jagdgöttin) beim Baden, die umgeben von Nymphen ist.
Bei Ovid heißt es dann: "Nun sag, wenn Du kannst, du habest mich nackend gesehen!"

Und das hatte er. Daraufhin bespritzte sie ihn mit dem Wasser der Quelle.
"Daraufhin wuchs Aktaion ein Geweih aus der Mitte der Stirn, seine Ohren wurden länger und länger, Hände und Füße wandelten sich zu gespaltenen Hufen und ein geschecktes Fell bedeckte seinen Leib. Furcht ergriff ihn und er eilte von dannen, selbst erstaunt über seinen geschwinden Lauf. Als er schließlich sein Spiegelbild im Wasser erblickte, wollte er vor Erstaunen ausrufen, aber seine menschliche Stimme war geschwunden, und nur ein Stöhnen entrang sich seiner Kehle. Als Einziges blieb sein Verstand unverändert, und er überlegte, was er tun solle, während Tränen über sein pelziges Gesicht rannen. Scham hielt ihn vom Palast seines Vaters fern, Furcht von den dichten Wäldern der Umgegend. Noch während er sinnt, erspähen ihn seine Hunde und verfolgen ihn, angespornt von seinen Freunden, die nur bedauern, dass Aktaion selbst diese Jagd versäumt. Sie rufen nach ihm und bemerken nicht, wie der Hirsch noch auf den Namen lauscht, während ihn seine eigenen Hunde zerfleischen."

Von den eigenen geliebten Hunden zerfleischt zu werden, ist kein wirklich schöner Tod, wirklich nicht. Was will uns diese Geschichte sagen? Augen zu und durch, oder sei kein Hirsch? :D
Jedenfalls hat sie den verbotenen Blick hart bestraft. Vielleicht weil sie seine Tante und Frau seines Onkels Apolls war?