Warum ist das so?
Warum fällt mir das so schwer?
Ich bin so verdammt schlecht im Treffen von Entscheidungen. Das war ich schon immer.
Ist es das Endliche, was mich erschreckt, die Gewissheit des "Nicht-zuück-könnens", das Abschließen mit einer Sache oder einem wichtigen Menschen, eines Lebensabschnittes, des Studiums, gar die Angst vor dem Tod?
Es ist nicht weniger und auch nicht mehr.
Es ist die ständige Angst, es wieder irgendwie nicht richtig zu machen. Die Angst vor dem Morgen und überhaupt.
Entscheidungen helfen sich nicht zu verrennen, obwohl man sich so gerne in Sachen verrennt.
Das scheint irgendwie hilfreich zu sein. Eine Abstraktion aufs Wesentliche, die einem dennoch Stiche ins tonangebende Herz versetzt.
Um zu erkennen, dass man einfach noch nicht soweit ist, bedarf es Zeit und wiederum Fehler.
Zu erkennen, was wirklich revant ist. Die eigenen Prioritäten fühlen, um sie endlich zu setzen.
Das alles brauch Zeit.
Auch diese Entscheidung für mehr Zeit trifft man durch seine Ratio, durch die Vernunft.
Selten kann sich diese gegen eine wirkliche Herzenssache durchsetzen.
Dieses Mal muss sie es. Sich durchsetzen. Diese gemeine Vernuft.
Aus gemeinen Vernunftsgründen.
Vielleicht trifft man sich irgendwann zufällig in einem Supermarkt auf ein Lächeln zwischen den Regalen wieder. Eine tanzende Frau Vernunft und ein tauchender Herr Herz, sie beide lachen dann über diese Banalitäten und die Frage nach dem großen Glück.
