
Es sind diese Gegenstände.
Dinge, die herumliegen.
Dinge, die ich scheinbar willenlos in neue Kontexte bringe.
Es ist die Fernbedienung im Kühlschrank, mein Telefon im Zahnputzbecher, das Feuerzeug in der Spülmaschine,
aber eben auch das Küchenmesser in meiner Handtasche.
Ich schütte sie aus und es starrt mich plötzlich an.
Ich starre es an, kann meinen Blick nicht lösen.
Ich will es anfassen, obwohl es mich seltsam ekelt. Ich habe den Zwang es zu benutzen.
Ich muss es anfassen und bekomme Angst. Panik. Angst. Panik. Ich genieße es. Mein Herz rast. Es kickt mich.
Ich drehe mich weg, suche andere Gedanken, doch das Messer auf dem Boden kommt mir seltsam näher in Form meiner eigenen Gedanken.
Selbige Gedanken, die mich nach unten ziehen, wenn ich über Berlin stehe.
Ich flüchte.
Ich flüchte aus dem Raum in ein anderes Zimmer.
Flüchte vor meinen eigenen Gedanken:
das Messer in der Linken,
die nicht die Rechte ist,
zeigt sein schwarzer Griff Richtung Tür.
Mit voller Kraft ramme ich es in meinen Bauch.
Ich spüre den Schmerz, ich könnte vielleicht sterben. Jetzt.
Ich habe Angst und doch stoße ich nocheinmal zu.
Tränen, Schreie, aber kein Blut.
Nur das Gefühl von Freiheit.
Ich nehme das Messer und stecke es dahin, wo es hingehört.
in den Metallbehälter eines schwedischen Möbelhauses in meiner Küche.
Ich liebe dieses Leben,
liebe Sartre, Bernhard, Handke.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen