


Die ganze Zeit vegetiert man hier in Berlin liebestechnisch vor sich hin. Auf der nichtsuchenden Suche nach einer nächsten funktionierenden Beziehung, pendelt man von ungewollt von Fick zu Fick in der Hoffnung, dass es mit irgendjemandem vielleicht mal wieder ernster wird, als nur die gratis Löffelchen-Heizung, die man seit Jahren so vermisst hat und die dann doch viel zu wenig Wärme abstrahlt.
Das einzige, woran ich lange Zeit gedacht habe, wenn ich Thomas Schütte gehört habe, waren diese überdimensionalen Plastiken, die auf dieser Abbildung im K20K21 in Düsseldorf installiert sind. Schütte - das war für mich ganz platt der Typ, mit diesen übergroßen Michelinmännchenfiguren. Dass das so nicht stimmt, habe ich schon vor ein paar Monaten im Guggenheim Berlin erkennen müssen, als ich vor einer beeindruckenden Serie von übergroßen architektonischen Zeichnungen stand, die malerisch von Schüttes hand koloriert wurden. Nun konnte sich mein Bild von Schütte noch weiter verfeinern. Obwohl ich anfangs kein Fan von ihm war, muss ich zugestehen nach der Ausstellung in der durchaus imposanten Bonner Bundeskunsthalle wirklich ein bisschen beeindruckt zu sein. Nicht nur das Schütte wahnsinnig vielfältig ist, nein er ist auch noch echt witzig. Nachdem sich nämlich Vögel auf seinem öffentlich installierten Hotel-Modell massiv wohl fühlten, baute er einfach kurzer Hand Vögelhauser "for the birds", die in ihrer Konstruktion an italienische Palazzi erinnern.



Eigene Photos tätigen war leider, wie so oft in Sonderausstellungen, nicht erlaubt, sodass ich Bilder der Exponate aus dem Netz zusammengeklaut habe, um ein paar Eindrücke zu erhalten.
Genau jetzt in diesem Moment hebst du ab.
Zeit wirds auf die Muschis zu verweisen, man kommt ja mittlerweile gar nicht mehr drumherum im Stadtbild. Jedenfalls Genialer Onlineshop mit Original Kreuzberg Topmodels und noch dickeren Produkten. Verdammt, warum wohne ich nach vier Jahren Berlin eigentlich immernoch in Fhain? Naja, dann halt nur Urlaub am Kotti d'Azur. :D
Ich schlafe und liege doch wach, weil ich weiß, dass du noch nach Hause kommst.
Oh Shit, ich habe mal wieder einen wirklich wichtigen Geburtstag vergessen und das passiert mir ständig, weil ich sie weder in mein halbjährlich verlorengehendes Handy einspeichere, noch in der eigentlich megapraktischen Facebookerinnerung wahrnehme. Ich möchte mich jetzt am liebsten selbst misshandeln, weil mir genau diese Menschen, deren Geburtstag ich meistens vergesse, soviel bedeuten. Liebe Michi, alles alles Liebe und von Herzen alles Gute zu deinem 27. Geburtstag! Ich hasse mich dafür, dass ich verpeilt habe, dich anzurufen!
Verdammt nochmal, es muss raus. Ich weiß noch nicht genau was, aber es muss jetzt um diese Uhrzeit noch raus. Wahrscheinlich wiederhole ich mich auch, aber egal. Es wächst in meinen Gedanken seit Tagen heran, dieses Konstrukt, dass das alles hier nicht echt ist. Ob nun Matrix oder Inception, Parallelwelt oder Traumebenen, welches Konzept auch immer. Es trifft meinen Nerv genau jetzt. Denn alles hier fühlt sich gerade jetzt so verdammt irreal an. Ich leide jetzt nicht an Realitätsverlust, wie manch andere, die einfach mal in fremden Wohnungen Duschen gehen, oder so. Aber verdammt nochmal alle meine Probleme, die noch vor wenigen Wochen echte Probleme waren, haben sich von heute auf Morgen in Luft und Liebe aufgelöst.
Gestern habe ich mir die Nauman-Ausstellung im HB angesehen und ich kann wirklich niemandem davon abraten. Nachdem nämlich Walton Ford der absolute Reinfall war, kommt jetzt die Riesenentschädigung mit Nauman um die Ecke. Sicher ist die Ausstellung nicht so flashy, wie Eliassons Licht und Nebelspiele im Gropius-Bau, dennoch flashy auf andere, intellektuelle Art. Nauman geht in jeder Hinsicht deeper. Er kriecht irgendwie subtil in dich rein. Das Erlebnis seiner Räume, Cages und Korridorre ist für mich schon immer sehr speziell gewesen, wenn auch letztlich nicht so konsequent, wie bei Gregor Schneider, der dich komplett in sein Labyrinth einschließt und dich deiner Ängste aussetzt ohne einen Notausgang. Nauman deutet das nur an, lässt dich immer noch entkommen, lässt dir die Luft zum atmen, lässt dich im Museum, im Bewusstsein seiner Fiktion. Naja, jedenfalls machen großartige Exponate, ja solche die einem Google immer in der Toplist anzeigt, in der großen Halle und auch in den neu kuratierten Riekhallen diese Ausstellung extrem sehenswert für Menschen mit Tiefgang, die nicht nur Effekt-Orgasmen in der Berliner Museumslandschaft hinterherrennen.
Ihr wisst, es gibt so Momente, die sind einfach schwer zu beschreiben und dennoch will ich wenigstens versuchen das festzuhalten, was gestern am Freitag dem 13. passiert ist. Es ist schon auch ein bisschen beängstigend: Wie können Menschen, die man wirklich nur extrem kurz kennt, einem dermaßen vertraut sein? Wie kann man sich nur so sicher sein, dass alle in diesem einem Moment dasselbe, und echt nicht nur das Gleiche denken?
Eigentlich sind solche Tage akzeptabel. Nicht aber, wenn sie seit einem halben Jahr so gehäuft wie Ponyfrisuren vorkommen. Wenn man zu hören bekommt: "Sei doch froh. Du hast so viel Zeit. Mach doch was dir Spaß macht." Die ersten Wochen funktioniert das auch noch ganz gut. Aber stetig Dinge zu tun die kein Ziel, keine Bestimmungen haben - das macht wahnsinnig.Hermanos Inglesos feat. MeMe - Wanderland from Kristof Luyckx on Vimeo.
Michael, ist das nicht Metro Area Sound? Ich fühle mich leicht erinnert an erste gemeinsame Tanzabende im Kassablanca Jena. Metro Area, was war das für ein geiles Album... puh.Daisy Lowe from shaggz02 on Vimeo.
Nicht nur meine Wohnung, sondern auch seine und deine und auch die von dir ist voll von Konfetti. In den Achseln, in den Kniekehlen, in der Nase, Mund und Ohren, im Schlüpfer, Strumpf, BH, Handtasche, Schuhe, Haare. In der Dusche, im Bett, im Flur und in der Küche. Außerdem in ganz Berlin verteilt. Kreuzberg, Friedrichshain, Neukölln, in Mitte aufm Alexanderplatz...überall Spuren der Party von gestern, vorgestern und vorvorgestern Nacht. U-und S-Bahnen voller Konfetti. Das ist nicht die Realität - das ist die Realität!Dirty Doering - I Would - Bar 25 -15 from kai kurve on Vimeo.