Ich bin Solveig, 28 2/3, lebe in Berlin, will aber nach London. Ich liebe Kunst, das Internet, Pop, meine Freunde und die Liebe. Ja, ich glaube an Happy Endings. Die Unschuld ist mein privates Blog. Ja, genau privat. Ganz seriös ist es drüben beim Blog von Artconnect Berlin, wo ich auch der Bestimmer bin. <3

Dienstag, 28. September 2010

Eine Ode an den Resident Advisor Podcast

Es gab eine Zeit, in der hatte ich mindestens 20 Podcast im ITunes und habs nicht mal geschaft einen davon regelmäßig zu hören. Heute reicht tatsächlich einer und ich höre ihn überaus regelmäßig. Ja ich warte sogar sehnsüchtig auf dem Neuen. Nachdem mich Scott Grooves das letzte Mal mit feinstem Detroit House zurück in die Neunziger nach Weira teleportet hat, gehts bei Kowton im Neuen PC ziemlich deepdirty zur Sache, sodass ich sofort das Bedürfnis habe mal wieder im Farbfernseher abzustürzen.

Resident Advisor. Mehr brauch ich (fast) nicht. :)

Mumford and Sons.


Mumford & Sons - "Little Lion Man" from Mikey Levelle on Vimeo.

Das man auf Mitfahrgelegenheiten mal drei Stunden durchquatscht ist jetzt nicht so besonders, aber fast sechs Stunden...Man Man Man. Und natürlich kenne ich Mumford & Sons. Das Konzert heute Abend in der Kolumbiahalle ist leider ausverkauft.

Spitze und Spitze.


Samstag, 25. September 2010

Der alltägliche Wahnsinn


Ansich wundert mich die Tatsache, dass die Ebbe höchstpersönlich nicht schon vor langer Zeit solch ein Projekt gestartet hat, denn es erinnert mich mittlerweile seit über einem Monat täglich an sie. Worum gehts? Hinter dem alltäglichen Wahnsinn verbirgt sich eine wahlberliner Modestudentin, größtes Hobby aktuell: Couchsurfen. Seit 38 Tagen hat sie nicht zu Haus geschlafen, sondern reist von Wohnung zu Wohnung und dokumentiert dies via web2.0. Jeden Tag eine neue Geschichte und ein paar Einblicke ins Berliner Privatleben. 90 Tage Reality Blogging. Auf circus-bookazine.com gibts noch ein Interview mit ihr. Auf ein Heißgetränk.

Top news


Freitag, 24. September 2010

A Warmer Wintour

Nach unserem letzten Exzess in der Pannebar ließen Sara und ich uns irgendwann in Nicos Bett fallen und lauschten schlaflos zum ersten Mal diesem Wunder-Mixtape. Es ist schon ein bisschen älter, genau genommen wurde es von Common Echo am 15. Dezember letzten Jahres in die weiten Sphären des Netzes geschickt. Doch das tut nichts zur Sache, das Tape scheint zeitlos und stimmt perfekt für die kommenden kalten Herbst-Winterstunden im warmen Federbett mit heißem Honig-Käutertee und strukturierten Googlereader ein. Entspannter lässt sich nicht surfen... Man ey, und immer wieder dieser Beirut-Track...
Hier die Tracklist... und DA der Link!
  1. When Saints Go Machine - Pinned, Ten makes a Face (2009)
  2. Generationals - Angry Charlie, Con Law (2009)
  3. Beirut - My Night With The Prostitute From Marseille, Realpeople Holland (2009)
  4. Small Black - Despicable Dogs, Small Black EP (2009)
  5. El Perro del Mar - Change of Heart, Love is not Pop (2009)
  6. Piers Faccini - Two Grains of Sand, Two Grains of Sand (2009)
  7. Liam Finn - Better to Be, I'll be Lightning (2008)
  8. Blue Foundation - Eyes On Fire (Zeds Dead Remix) (2009)
  9. Pantha du Prince - Suzan, Diamond Daze (2004)
  10. Gold Panda - Back Home, Miyamae EP (2009)
  11. Beach House - Norway, Teen Dream (2010)
  12. Arthur Russell - This is how we walk on the Moon, Another Thought (1994)
  13. Patrick Watson - Beijing, Wooden Arms (2009)
  14. Mia Doi Todd - My Room Is White (Flying Lotus Remix) (2006)
  15. Subrok Mission - The Duke, Fantastic Freeriding The Next Chapter (2006)
  16. Jeremy Jay - We Stay Here (In Our Secret World), Airwalker EP (2007)
  17. Detektivbyrån - Om Du Möter Varg, Wermland (2008)
  18. Final Fantasy - This Lambs Sells Condos, He Poos Clouds (2006)

Donnerstag, 23. September 2010

Ebenfalls mein persönlicher Geheimtipp! NICOundSASHA


Das Neue von Beat!Beat!Beat!

Beat! Beat! Beat! - We Are Waves from Community Promotion on Vimeo.


Immer, wenn ich diese Jungs höre, habe ich Angst mich strafbar zu machen und wünsche mir insgeheim nochmal 18 zu sein, um sie legal lecker zu finden. Die sind einfach so verdammt jung und doch so gut...Ebenfalls lecker Video. Hat was von The Whitest Boy Alive, wie ich finde...im Mix mit Two Door Cinema Club vielleicht. Auf jeden Fall kommen diese adretten Jungs aus Deutschland und müssen von mir innigst auf der Unschuld gehyped werden. :D BEAT!BEAT!BEAT! CHECKT die Tickets aus!

Mittwoch, 22. September 2010

Im deepest Hood von YeahSara - Welcome to Frankfurt-Rodgau! :D


Ebbe vor Gericht - Herzlich, aber hart und schuldig.

Lindsay, die Welt ist ungerecht. Das weiß ich jetzt.

Ja, heute war es dann endlich soweit. Nach über eineinhalb Jahren nach meinem geklauten Handy in Barcelona und der darauffolgenden Base-Eplus-UMTS-Mobilfunk-Farce, etlichen Hotline-Desastern einschließlich außerordentlicher Ebbenausraster, sollte heute um 11 Uhr Berliner Frühstückszeit ein Richter über diese verschissene Inkasso-Angelegenheit urteilen. Nachdem Ebbe und ihr Anwalt, ja ihr lest ganz richtig, mein Anwalt! in erster Instanz bereits gegen den Eplus-Riesen mit fetten Lorbeeren nach Hause gefahren sind, begaben wir uns ziemlich siegessicher ins dörfliche Amtsgericht Lichtenberg um gegen einen reudigen Base-Anwalts-Spasten erster Klasse meine Unschulds-Ebbenehre zu verteidigen, denn ernsthaft, ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen. Meine charakteristische Gutgläubigkeit und Naivität wurde aufs Böseste von einer hinterlistigen kapitalistischen Provisionsjägerin ausgenutzt. EBBE IST UNSCHULDIG!!! - das war klar, nur nützt das leider alles nichts, wenn sich das nicht beweisen lässt. Alle Sympatiepunkte hatte ich zunächst eingefahren, wie ich es schon von der Staatsgewalt gewöhnt bin, wenn sie mich mal wieder unangeschnallt und telefonierend angehalten und nach meinem nichtmitgeführten Papieren gefragt hat. Ein Lächeln ein kurzer Schnack ein reumütiges Ebbenface und schon konnte der Blinker wieder gesetzt und davongedüst werden. Auch diesmal hatte ich den sexy Mitte-Dreißiger-Richter auf meiner Seite, und ebenfalls die blonde dauergewellte Mutti-Protokolantin, die das Übel dennoch schon auf mich zukommen sah und mir immer wieder einen mitleidigen Pudel-Hundeblick zuwarf. Es sollte diesesmal nicht gut für mich ausgehen, sondern das Defizit auf meinem persönlichen Karmakonto verlangte umgehends nach einem Ausgleich. Eine in diesem Fall vollends unschuldige Ebbe verurteilt zu 600 Euro auf 10 Euro monatliche Raten. Fette 3 Jahre abkotzend die monatliche Baseüberweisung auf den Kontoauszügen registrierend. Das war zuviel. Ich fange an zu schreien und zu weinen, weil ich außerdem mit einer Bronchitis und gefühlten 40 Fieber in diesem kleinen engen Gerichtssaal, mit mittlerweile 15 Zuschauern sitze, weil wir überziehen. "Das ist so unfair! Das ist ungerecht!" schreie ich und komme mir vor wie im Film. Alle im Raum wissen das. Aber beweisen kann ich es eben nicht. Mein Anwalt nimmt mich zur Seite und will mich beruhigen. Ich glaube, er ist überfordert mit meinem plötzlichen Gefühlsausbruch - und immernoch ist alles wie im Film. Ja, ich habe die Scheiße halt unterschrieben. Aber, die hat mich verarscht und alle wissen das. Der Richter schaut mich noch einmal mitleidig an. Spätestes jetzt, wo mein Makeup total verlaufen ist, will er nicht mehr mit mir schlafen. Ich aber auch nicht mehr mit ihm. "So in Spast!", denke ich mir. Ich habe recht und das weiß er. Was für ein Spast!!! Warum holt er nicht sein leuchtend base-grünes Laserschwert raus und haut dem Base-Spasten, der mich jetzt auf noch auf Dieter-Bohlen-Niveau denunziert auf die Fresse? Ich möchte diesen Hilfsanwalt töten, platze gleich und verstehs einfach nicht! Diese Welt ist so verdammt ungerecht! Ab heute ist einiges anders in mir drin, das fühl ich. Mein Weltbild hat sich verändert. Wiedermal - für mindestens eine Woche.

Montag, 20. September 2010

Häppchen des Tages

Weil mir gerade ein bisschen langweilig ist, habe ich ganz schnell hier drüben 'ne neue Butze aufgemacht, nennt sich daily piece of art und ist sozusagen meine alltägliche selbstverordnete Portion Kunst, wenn ich mal nicht in ARTroadtripmission unterwegs bin. Habe ich anfangs nur Bildchen da gepostet, finde ich es jetzt ganz nice das Ganze mit Zitaten und Interviews zu spicken. Gepostet wird das, was mir tagsüber so vor die Nase kommt, in meiner Wohnung hängt und was ich irgendwo schonmal gesehen habe. So rostet die Kunsthistorikerin nicht ein und lernt täglich nochwas dazu.

Und wo wir schon mal bei sind, hab ich heute ganz nebenbei herausgefunden, dass der liebe Jeff Koons mit einem echten Pornostar Ilona Staller verheiratet war. Die Gute ist zusätzlich noch höchstgradig politisch aktiv und füllt einen ganzen sehr witzigen Wikipediaartikel mit ihren Aktionen. Irgendwie find ich sie auch wesentlich interessanter als Börsenheini Mr. Koons, der mit diesem Ficknic mal schnell sein Saubermannimage in Richtung Dirty Harry aufpolieren wollte. Zumindest kommt einem das so vor. Der kann einem wirklich leid tun, denn die Ehe mit der Pornopolitikerin wurde nach knapp einem Jahr wieder geschieden. :D

Murakami in Versailles



Schon lange war die Funktion meiner Startseite irgendwie abhanden gekommen, Facebook war immer das erste, was ich sofort in meine Tastatur hämmerte, sobald ich online ging. Doch gerade eben hats nach Langem mal wieder PENG gemacht, dank art-magazin.de. Leute, die meinen Tagbuchkram hier verfolgen, wissen, dass ich ungern und höchst selten über Dinge schreibe, die ich selbst nicht gesehen habe, gerade bei Kunst ist das, was ihrer Wirkung betrifft besonders schwer zu handlen. Aber jetzt muss ich vorerst eine Ausnahme machen. 22 von Takashi Murakamis Skulpturen, angeführt vom Monster Kaikai und dem Teenie Kikii bespielen bis 12. Dezember mit breitem Grinsen und knallbunten Farbklecksen Venussaal, Spiegelgalerie und diverse Rezeptionssäle. Irgendwie ist das in der Kombination so schlecht, dass es schon wieder gut ist und vorallem interessant wird. Murakami war für mich ebenso wie Jeff Koons niemand, den ich jemals wirklich ernstnehmen konnte, Prototypen der Kategorie Effekthascherei. Aber nun in den barocken Räumen von Versailles, wirken seine Kitschplastiken wie Installationen und bekommen ihre rein formale Berechtigung auf neuartige Weise durch ihr Umfeld zugewiesen. Versailles ist als Ausstellungsort ja quasi der Antichrist im Bezug aud den White Cube. :D Eine megaspannende Angelegenheit, die ich mir im November oder Dezember gerne nochmal vor Ort ansehen möchte. Paris, ich komme! :)

"Murakami in Versailles"Termin: bis 12. Dezember,
Château de Versailles, Paris
http://www.chateauversailles.fr


Sonntag, 19. September 2010

Die Sehnsucht nach der Fremde aus Angst vor dem uns Bekannten.

Noch immer kommt mir Berlin trist und grau vor. Nach fast zwei Wochen wieder im heimischen Berlin und einem ausgelassenen Wochendende voller Farben und Emotionen kann ich mich auch an diesem sonnigen ersten Herbsttage schwer hier einfinden... Der Flash der Metropole London war zu groß, die Herausforderung zu verlockend. Ich vermisse es. Seltsam, ich vermisse es sogar sehr. Und noch mehr vermisse ich mein altes Ich und meine alte Sicht auf Berlin. Sie hat sich gewandelt, verändert binnen einer Woche.
So wie ich einst mit Anfang Zwanzig nach Berlin gekommen war und diese Stadt mich mit offenen Armen aufgenommen und fasziniert hat, so fühlte ich mich jetzt in London. Herausgefordert, mir Übersicht zu verschaffen, Sprachbarrieren zu überwinden, Kunst und Kulturdiskuse neu zu führen, Vorurteile zu überwinden, sich den Herausforderungen des Alltags in einer solchen Metropole nocheinmal neu zu stellen. Berlin war binnen der ersten Stunden im Londoner Traffic zu meinem Dorf geworden und London die große und angsteinflößende Stadt, die ich bereit war ganz allein und für mich selbst aufs Neue zu erkunden.
Berlin war noch vor vier Jahren mein Inbegriff von Freiheit. Tun und lassen, was ich will. Endlich unabhängig meinen Interessen nachgehen, die Loserzuschreibungen der Familie abstreifen, ebenfalls jemand Anderes sein und gleichzeitig endlich man selbst sein, Sexualität auch als Frau frei ausleben zu können. Die Anonymität und Einsamkeit, die mir Berlin ab dem ersten Tage boten, waren die Dinge, die ich in der Provinz schmerzlich vermisst habe, und die mich in Berlin näher zu mir selbst gebracht haben.
Mittlerweile, nach vier Jahren ist Berlin mein Zuhause geworden und vielleicht auch der Grund, warum es mich so sehr einengt. Zuhause ist immernoch ein schwieriges Wort und ein noch schwierigeres Subjekt. Über Facebook schließen sich auch hier in Berlin täglich Freundes- und Bekanntenkreise und ja ich vermisse es wieder, dieses Gefühl von absoluter Freiheit. Absoluter Einsamkeit, die es einem ermöglicht ganz nah bei sich selbst zu sein. So sehr, sogar dass ich wieder anfange mich selbst nicht zu mögen, ekelhafte To-Do-Listen zu schreiben und künstlich Stress zu produzieren, der eigentlich gar nicht existiert, weil ich hier gerade irgendwie nicht vollends glücklich bin. Es ist wiederholend paradox und deshalb umso schmerzhafter, dass ich Freunde verlassen muss, weil sie mich irgendwie daran hindern meinen Platz zu finden, bzw. weil man sich immer noch so schwer selbst akzeptieren kann. Zu akzeptieren, dass man vielleicht schon längst angekommen ist, ist deshalb vielleicht das größte Problem unserer getriebenen Generation und mein persönliches in jedem Fall. Als Lösung deshalb immer am Einfachsten: Die Sehnsucht nach der Fremde aus Angst vor dem Bekannten. Auf deutsch, auch einfach nur Abhauen. Darin war ich schon immer gut.
Und der einzige Grund für diese ganze paradoxe Farce ist doch letztlich nur diese Scheiß-Angst in mir drin, die ich immer noch nicht bereit bin, gänzlich zu überwinden. So stürze ich mich wieder aufs Neue Anfang nächsten Jahres in eine mir unbekannte Stadt, aber diesmal mit dem entscheidenden Unterschied, dass ich ganz sicher weiß, dass ich in mein "Heimatdorf Berlin" zurückkommen werde. Ihr und eure Herzenswärme sind der fuckingverdammtschöne Grund dafür, weil ich sie ganz langsam bereit bin zu akzeptieren und auch anzunehmen. Gute Nacht, geliebtes Berlin.

Freiheit. Vielleicht das größte Wort.

Eine Katze muss tun, was eine Katze tun muss.

Ich vermute stark, dass es heute das letzte Eis dieses Spätsommers war, welches ich auf unserem spontanen Tages-Sonntags-Ausflug nach Tempelhof Ufa-Gelände und Hafen genascht habe. Leider konnte auch das meiner schlechten Laune, wegen des absoluten Mauerparkflohmarktfails heute morgen um sieben und den dadurch geschätzten zwei Stunden Schlaf nicht entgegenwirken. Ach, Scheiße, irgendwann musste diese Blase ja platzen. Noch zwei Tage.

Samstag, 18. September 2010


Woher nehmen?

Es sind einfach zuviele Menschen, mit denen man heute seine Emotionen teilt.
Solange, bis nichts mehr von einem übrig bleibt.
Woher soll man die verdammte Liebe dann noch nehmen?
Da ist einfach nicht mehr viel übrig.

Du kotzt mich an.

Freitag, 17. September 2010

JETZT oder - Ein warmer Winter.

Fast jeden Tag wird es schlimmer.
Dieses Kribbeln, das Warten, bis du endlich abhebst, mein Lächeln, die Vorfreude.
Wir erzählen uns Banalitäten, teilen jeden Tag über Video.
Ebenso verschlimmert sich das Gefühl, dass wir JETZT gerade nicht zusammen sein können.
Vielleicht wird das Dich-Vermissen deshalb immer stärker,
weil es genau JETZT nicht die Möglichkeit gibt, dass ich einfach auf mein Fahrrad steige und zu Dir fahre.
Ganz sicher ist das so.

Obwohl da nur so wenig zwischen uns war,
laden wir die Zukunft mit unseren Plänen voll.
Wir stellen das nicht in Frage, sondern planen einfach weiter.
Es fühlt sich so richtig an.
Für uns beide.

Genau JETZT kann ich dieses Gefühl wieder genießen,
Genau JETZT kann ich alles andere hinter mir lassen.
Genau JETZT bin ich so naiv, wie ich es immer sein wollte.

Bin ich verliebt?
Ein bisschen. Vielleicht.

Dicke Katzen sind die Besten


Die hast Du nur für mich gemalt, mit Facebook. :)

Montag, 13. September 2010

emotion overload weekend

Was für ein verrücktes letztes Wochenende und nun steht das neue schon wieder vor der Tür. Die Zeit rennt uns allen davon... Nur noch wenige Tage im mittlerweile Standard-Crew-Family-Feeling hier in Berlin.
Irgendwie war uns Mädels inklusive Nico klar, dass das vergangene WE auch ohne die Jungs toll werden würde und dennoch haben sie uns in vielen Glücksmomenten gefehlt, weil wir sie nicht wie gewohnt geteilt haben. Immer dann, wenn uns dieses Glücksgefühl mal wieder völlig umgeworfen hat, ja dann habt ihr uns wirlich gefehlt. Hach, es ist verrückt...hier folgt tatsächlich ein Megagefühlserlebnis das Nächste und ich frage mich ernsthaft immer wieder, wann hört das hier eigentlich auf so geil zu sein, ja wann kommt der Typ um die Ecke und schreit: "CUT! Nächste Szene!"
Eindrücke kann ich jetzt nur noch im Mix wiedergeben.
Illegale Liebesbeweise in Pinklovelettern. Roter Lippenstift und Goldkette. Michael Mayer zum Anschmachten in der Pannebar. Zum ersten Mal wieder so, wie ich sie vor vier Jahren kennen und lieben gelernt habe. Eine pervers geile Dusche. Sinupret dreimal täglich. Ein Vogel, der orientierungslos sein Leben an einer Scheibe des Easyjetfluges von Basel nach Berlin gelassen hat und uns damit den Schreck des Wochenendes beschert hat. Ein Drucker, den niemand braucht. Vier Bremsenstiche, die mich teilweise komplett gelähmt haben. Ein schnupfendes und schniefendes Mädchen neben mir im Bett nimmt mir den Schlaf und es stört mich nicht. Der zufriedene Gedanke nicht auf dem Berlin Festival zu sein. Das allgemeine Experiment, wie nah man sich eigentlich in drei Wochen freundschaftlich kommen kann. Jugenherbergsfeeling in meiner Wohnung, das absolute Chaos. Netzstrumpfhose und Highheels. Drei Mädchen, die sich unter Tränen ihre Geheimnisse offenbaren. Eine ramontische Bootsfahrt auf der Spree. Die Konsi stimmt immer noch. Ein furzender Hund und die Frage, wie viele Menschen verkeilt auf einer 1,20 Matratze Platz finden. Ebbe als Chucki, die Mörderpuppe. Ein Film, den niemand mehr zu Ende gesehen hat. Ein Glitzerflummi und viele Geschenke aus der Heimat. Ein fehlender Gürtel, eine ausrastende Ebbe. Kaffee mit Vanillesoja. 863 km von uns entfernt feiert man die Dirtythirty. Speed in einem Armreifen, der nicht zu meinem Outfit passte. Eine Facebooknachricht am nächsten Abend. Eine Facebooknachricht am nächsten Morgen. Drei freche Mädchen in einem Solarkatamaran.
Was bleibt ist am Dienstagabend der Bar25-Schaum an meinen Schuhen. Eine Ära geht zu Ende. Wie bald auch die unsere. FUCK, es wird mir so verdammt fehlen. Wie ein kleines bockiges Mädchen schmeiße ich mich auf meinen immernoch hässlichen Laminatboden und schlage mit beiden Händen gegen das Pseudoholz, ich befürchte auch das wird nichts bringen. Ihr werdet uns doch verlassen.


Montag, 6. September 2010

Konfetti ist unsere Droge!

Da hat sie vorgelegt und ich bin mal so frei, das Gesagte einfach auch für mich zu übernehmen, scheiß aufs Copyright, denn die Konsi stimmt mit jedem Wort. :D

Der Geruch von frischgebackenen Muffins in meiner Nase. Sonne, die auf meine müden Glieder scheint, Gras kitzelnd im Nacken. Konfetti in der Luft; Konfetti auf dem Boden; es glitzert. Ich schwimme in einem bunten Meer, jeder einzelne Fetzen Papier ein Puzzlestück der Wärme die durch mich fließt.

Käse, der von der Pizza auf meine Hose heruntertropft. Die Konsi stimmt halt. Blaulichter vor dem Fenster. In meinem Ohr bekannte Klänge, der Hals kratzt, der Drink leer, die Asche an den Lippen. Der Geruch von Schweiß und Bier und Zigaretten in den Haaren und Staub unter den Fingernägeln. Ein knarzendes Bett, kichern, Achterbahn im Treppenhaus fahren und sich für einen Topf bedanken.

Zuckerguss überall und T-Shirts für einen Euro und Halloumi (viel zu trocken). Geruch von Strand und Meer schon in der Nase. Goldene Schlüssel und abgeschraubte Türgriffe. Eine wunderschöne, autistische Tasche, die viel zu teuer und doch perfekt ist. Flaschen die zerbersten, aber es ist mir egal; ich schwimme in einem Meer voller Liebe und Glückseligkeit und lache und lehne mich zurück und nehme einen Zug der mich in die Unendlichkeit der vielen Realitäten eines einzigen Lebens katapultiert.

Ich bin ein Tourist in diesem Raum der von Glück und Zufriedenheit gedehnt ist; eine Reise folgt der anderen, mit Plänen, die in Hinterhöfen geschmiedet werden und Küssen und Umarmungen und Grenzenlosigkeiten. Songs, die uns immer wieder an diesen Ort zurückbringen werden- jeden 5. September vielleicht – eine einzige Stadt; wir leben nicht in ihr, wir erleben sie. Wir bringen sie zum Leben. Die Welt und jedes Gesicht in ihr befindet sich in unserer Seifenblase und wir müssten unsere Zimmer nicht einmal verlassen und hätten trotzdem alles gesehen und erlebt. Es ist absurd, beängstigend und befreiend, so lächerlich, so unbekümmert; wie Kinder, die sich gegenseitig Geschichten aus ihren Reisememoiren vorlesen, Tagebücher voller Entdeckungen und Erfahrungen die wir teilen, jeder Tag ein Ausflug, egal ob wir im Flugzeug, im Stadtbus oder auf unseren Fahrrädern sitzen. Jede Wand bemalt mit unseren Namen und vielen kleinen Herzchen und Ausrufezeichen, aber eigentlich ist es völlig egal, ob das jemals jemand sieht; wir waren hier. Wir werden uns für immer daran erinnern.

Und plötzlich ist alles so einfach, wenn es mich mitten in der Nacht so erschlägt, und ich weiß, ich weiß auf einmal: bei euch bin ich nicht nur ein Tourist; ihr seid nicht nur eine Station. Ihr seid mein Heimathafen. Ich möchte zurückspulen und dem Typen im Fernsehen erklären dass er aufpassen muss, denn das ist Glück. Und das kann ganz schnell an einem vorbeirasen. Ich will euch alle wecken und euch erzählen was ich empfinde, aber dann lege ich mich beruhigt zurück. Ihr wisst das doch schon.

Ich war hier.

Sara, danke für dieses grandiose Party im selten besuchten Wedding und die fette After-Putz-Pizza-Session. Ich werde mich hoffenlich noch lange daran erinnern, wie verdammt schön das gerade alles ist. Vielleicht ja auch zwangsweise, weil ich nächstes Jahr immer noch Konfettireste in meiner Bude finden werde oder heimlich damit nach London einreise. Verdammt ey, ich vermiss dich jetzt schon, während ich auf deiner Couch versuche mein Leben zu strukturieren. Foto ist von unserem grandiosen 80s DJ le Maggi.

Sonntag, 5. September 2010

Glückliche Mietze

Seit Tagen geht mir ein und derselbe Gedanke ständig durch den Kopf.
Es ist einfach unglaublich, wie verdammt glücklich es mich selbst machen kann, die Menschen, die ich liebe soooooooooo glücklich zu sehen! Ich gönn' es euch von ganzen Herzen und möchte mich am liebsten zwischen eure knutschenden Münder pressen.
Es ist wohl einer der krassesten Sommer meines bisherigen Ebbendaseins. Danke, an alle Beteiligten. Ganz im Ernst. :D
Herzen uns so.
M&S&M&N&N&M

Donnerstag, 2. September 2010

Wolfgang Tilmanns und Jean Nouvel in der Serpentine Gallery London - Finding Berlin in London


Serpentine Gallery Pavilion 2010 by Jean Nouvel from O Production Ltd. on Vimeo.


Nachdem wir gestern den ganzen Tag in der ständigen Sammlung des Tate Modern verbracht haben und mich der Umbau des Gebäudes durch das Architekturbüros Herzog & de Meuron stark an meine intensive Zeit in Basel erinnerte, stand heute die Serpentine Gallery mit der Ausstellung Wolfgang Tillmanns auf dem vollig stressfreien Art-Programm. Als wir nach 'ner Stunde Radtour quer durch die Stadt und durch den wunderschönen Hyde Park am Ziel ankamen, realisierte ich zum ersten Mal, dass es die Serpentine Gallery war, die mit dem Pavillon von Jean Nouvel (übrigens Architekt der Galeries Lafayette in Berlin) in den einschlägigen Kunstzeitschriften rezensiert wurde. Nice, dachte ich mir, zwei Kunst-Fliegen mit einer Klappe. Deshalb zunächst noch ein leckerer Cappuccino und ein Kippchen im von näherem betrachtet,wegen der unterschedlichen Materialien und Farbvarianten des Rot leider leicht billig aussehenden Pavillon, bevor der in Berlin und London lebende Tillmanns mich erneut vor höchst interessante Bilderrätsel stellen sollte.
Ebenfalls kostenlos, wie schon in der Tate, wandelten wir dann durch die vier weißen niedrigen und dennoch großzügigenRäume, gut gefüllt durch abstrakte und figurative Photographie des Deutschen, sowie drei von Tillmanns Truth-Studie-Tischen. Zum ersten Mal, nach der großen Ausstellung im Hamburger Bahnhof vor nicht allzulanger Zeit in Berlin hatte ich hier das Gefühl Tillmann erstmals zu verstehen. Die wenigen ausgewählten Exponate deckten alle wichtigen Phasen des weltweit angesehenen Künstlers ab und schufen so einen greifbaren Überblick, der durch seine kuratierten Kontraste schnell zu ersten Erkenntnissen führte, die durch die publizierte Conversation Series und das Interview zwischen Obrist und Tillmanns nachträgich bestätigt wurden. (Im übrigen eine saugeile Buchserie, Herr Obrist!) Durch die übersichtliche Zahl der Exponate und zwei aufmerksame Augenpaare war genug Zeit, jedes Einzelne genau zu betrachten, zu analysieren und zu durchdenken.
Freischwimmer Ostgut (unbedingt draufklicken)Und wieder stelle ich fest, dass ich eine absolute Vorliebe für Abstrakte Werke besitze. Die Reihe der Freischwimmer, (siehe oben und unbedingt draufklicken), die man auch in der Pannebar in Berlin bewundern kann, versetzt mich durch ihre sublime poetische Schönheit jedesmal in nichtendenedes bewunderndes Schweigen. Ich könnte sofort losheulen, wenn ich vor diesen Bildern stehe, ähnlich ergriffen gehts mir nur bei den meisten Werken von Cy Twomly.

Crew-Heimweh!


:D



Mittwoch, 1. September 2010

The dog days are over!

Florence and the Machine "DOG DAYS ARE OVER" Music Video from LEGS MEDIA on Vimeo.


Wie krass es sein muss, den "vorläufig letzten Punktestand" durchzugeben.
Ich punkte weiter...