Ich bin Solveig, 28 2/3, lebe in Berlin, will aber nach London. Ich liebe Kunst, das Internet, Pop, meine Freunde und die Liebe. Ja, ich glaube an Happy Endings. Die Unschuld ist mein privates Blog. Ja, genau privat. Ganz seriös ist es drüben beim Blog von Artconnect Berlin, wo ich auch der Bestimmer bin. <3

Dienstag, 29. November 2011

Julien Donkey-Boy von Harmony Korine



Obwohl Vinterbergs "Das Fest" und Lars von Triers "Idioten" zwei von mir hoch geschätzte Filme sind, tat ich mich nach langer Zeit erst einmal ziemlich schwer mit dem Dogma 95 Stil von Harmony Korine. Handkamera, ausschließlich Originalschauplätze, nur Originalmusik - keine eingespielte Musik, natürliche Beleuchtung, generell meist wackelige und unscharfe Bilder auf großem HDTV. Man erkennt schon nach den ersten Minuten das Prinzip des 1995 aufgesetzten Manifestes und die "Nackte-Realitäts"-Stimmung, die dadurch entsteht. Beim Schauen von Dogma Filmen steht man als Zuschauer stets unter Spannung, denn man weiß einfach nicht, was als Nächstes passiert. Die Handlung wird eben nicht wie üblicherweise durch z.B. Beleuchtung und vorallem Musik vorangekündigt. 
Spezialeffekte, speziell arrangierte Musik, eine perfekte Ausleuchtung der Schauspieler, Kamerafahrten und andere aufwendige Film-Techniken - das alles sucht man auch vergeblich in Julien Donkey-Boy. Was man jedoch findet, ist eine anspruchsvolle Filmästhetik mit ungewöhnlicher Integration von Stop Motion Photographie, eine spannende Handlung bestehend aus beängstigend wirklichkeitsnahen Momentaufnahmen, authentische Charaktere und irre gute Schauspieler, wie Ewen Bremner, Chloe Sevigny und Werner Herzog. Der Film aus 1999 porträtiert eine mehr als nur gestörte, amerikanische Familie rund um den schizophrenen Julien. Die Kritik hat den Film sowohl verrissen als auch gelobt, sodass ihr euch euer eigenes Urteil bilden solltet. Nehmt euch jeden Falls etwas Zeit und wählt einen Augenblick in Konzentration, um diesen Film so zu sehen, wie er es verdient. Ich vergebe die vollste Empfehlung!











Dienstag, 8. November 2011

Lilabungalow am Donnerstag im Lido "Meat ans Greet" Tour 2012

Wie ich bei Detektor FM Anfang der Woche lesen konnte, begann die Story von Lilabungalow ursprünglich als das Ein-Mann-Projekt des Erfurters Patrick Föllmer. Mittlerweile ist die Band gewachsen und besteht aus fünf begabten Mitmusikern, teilweise aus dem Erfurter Zughafen-Umfeld rund um Clueso. Die Band setzt sich zusammen aus Berlinern, Münchnern, und Thüringer Jungs, die jetzt mit ihrem ersten Album aufbrechen, um unsere Herzen zu erobern. Das Lido beschreibt die Musik der Band popig, elektronisch, housig, mit Country und Hip Hop Einflüssen, ab und zu bereichern Streicher-Arrangements und Bläsersätzen ihre Songs, die vor Kraft, Vitalität und Einfallsreichtum nur so strotzen. Ich dürfte ebenfalls vorab schon mal reinhören in das gute Stück und lege euch mal folgende Tracks zum Vorhören ans Herz: 





Und das nenne ich außerdem mal 'ne sympatische  Tourankündigung!


Also liebe Freunde der Unschuld, wenn ihr Lust habt, kommt doch am Donnerstag mit zum Konzert der Lilabungalow-Boys ins Lido! Tickets für die Tour kann man direkt am Abend der Veranstaltung im Lido für 13 Euro kaufen oder im Vorverkauf für 10 Euro hier oder auf www.lilabungalow.com. Ich freu mich auf euch!

Samstag, 5. November 2011

6. Porn Filmfestival Berlin 2011 - Berliner Stricher und Polnischer Kunstporno

Letztes Wochenende bin ich spontan auf zwei Veranstaltungen des Berliner Pornfilmfestivals gelandet. Am Nachmittag habe ich mir den neuesten Fim von Rosa von Praunheim angesehen, der auch auf der diesjährigen Berlinale gezeigt wurde. "Die Jungs von Bahnhof Zoo" ist ein beeindruckender Dokumentarfilm über die Stricherzsene in Berlin, dessen Thematik nach der Aufführung noch weiter mit dem Regisseur diskutiert wurde. Zur Spätvorstellung im Moviemento gabs dann allerhand nacktes Fleisch und das nicht nur in den gezeigten Filmen. Die ausgelassene Atmosphäre des Festivals übertrug sich durchaus auch auf das Filmpublikum, welches sich durch zuckende orgasmische Bewegungen in den Kinosesseln vor mir bemerkbar machte. Polnische Kunst-Porno-Kurzfilme des Kollektives Inside Flesh animierten das Pärchen vor mir in Aphex-Twin-Musikvideo-Ästhetik zum Fummeln und zu französischen Küssen. Auch hier bieb am Ende Zeit zur munteren Diskussion der delikaten Filme - mit den Regisseuren, die gleichzeitig auch die Darsteller der gezeigten Filme waren. Das war so lustig!







Donnerstag, 3. November 2011

Karl Addison Opening "Idrawalot"

Karl Addison hat heute seine kleine Galerie in der Boddinstraße 60 eröffnet. Zu sehen gibt es, wie der Titel schon sagt, viele Zeichnungen und Illustrationen, daneben auch kleine Objekte und viele Fahrräder. Schätzungsweise 50 bis 60 Personen hielten sich in den zwei kleinen Räumen bei entspannter Atmosphäre auf. Grund genug mal schnell das Iphone zu zücken für ein paar zufällige Schnappschüsse. 








Ebbes Katzenblog

Für all diejenigen, die etwas Abwechslung vom Joballtag brauchen und gerne visuelle Katzen konsumieren. New Stuff!

Urban Gardening Tempelhof Berlin

Da ich mich gerade überwiegend in Neukölln bewege, ist mir natürlich nicht entgangen, dass sich der Tempelhof direkt um die Ecke befindet. Tatsächlich kann diese weite Fläche mitten in Berlin als Naherholungsgebiet bezeichnet werden. Mit einem Plastebeutel voll mit leckerem asiatischen Fastfood von Hamy, chille ich bei Sonnenuntergang auf einer Holzbank mitten im Stadtgarten zwischen Kohlrabi Mohrüben und Salat. Ich kenne diese Gärten schon aus London und mag die Idee der individuellen Bepflanzung. Irgendwie transportiert das für mich die Dorfidylle zurück in die Stadt, absurd und gleichzeitig einleuchtend. Im Falle des Tempelhofes vermittelt diese relative kleine, chaotisch bepflanzte Ecke ein Gefühl von Naturverbundenheit, Heimat, Geborgenheit, so kitschig das jetzt auch klingt.




Mittwoch, 2. November 2011

Where was it?


Fargo von Ethan und Joel Coen

Meine Film-Erfahrung mit den Coen Brüdern hält sich bislang in Grenzen. Natürlich habe ich Burn after Reading gesehen, aber bei The Big Lebowski sowie auch No Country for Old Men hat mich bisher immer der Schlaf übermannt. Bei Fargo habe ich diesmal durchgehalten und den schwarzen Humor der Brüder aus Minneapolis bis zum Ende auf mich wirken lassen. Zugegeben, ich habe mir nicht nur einmal die Augen zugekniffen, wenn zum Beispiel Steve Buscemi im Hexler landet...

Gotye - Somebody That I Used To Know

Was für ein irrer Song, den mir da Flux FM zum morgentlichen Frühstück serviert. Schnell Shazam angeschmissen, Song identifiziert und dann prompt das vielleicht kitschigste Musikvideo des Jahres gesehen. Und trotzdem - ich liebe diesen Track, Gänsehaut überall. Wer ist dieser Typ?
Gotye (ausgesprochen „gore-ti-yeah“) ist das Alias des australischen electronic pop Tüftler Wally de Backer. Geboren in Belgien und aufgewachsen in Melbourne, begann er als Teenie Musik in seinem Schlafzimmer zu machen und war für einige Jahre Leadsänger der Rockband Downstares. Nachdem sich die Gruppe aufgelöst hatte, bewegte er sich in Richtung cut-and-paste electronic music. 
Making Mirror ist nun sein drittes Studio Album, das schon am 19. August diesen Jahres veröffentlicht wurde. In Australien ging das Album direkt auf Platz 1 der Albumcharts. Ich bin gespannt, wie es mir gefällt. 

Now and then I think of when we were together 
Like when you said you felt so happy you could die 
Told myself that you were right for me 
But felt so lonely in your company 
But that was love and it's an ache I still remember

You can get addicted to a certain kind of sadness 
Like resignation to the end 
Always the end 
So when we found that we could not make sense 
Well you said that we would still be friends 
But I'll admit that I was glad that it was over

But you didn't have to cut me off 
Make out like it never happened 
And that we were nothing 
And I don't even need your love 
But you treat me like a stranger 
And that feels so rough 
You didn't have to stoop so low 
Have your friends collect your records 
And then change your number 
I guess that I don't need that though 
Now you're just somebody that I used to know

Now and then I think of all the times you screwed me over 
But had me believing it was always something that I'd done 
And I don't wanna live that way 
Reading into every word you say 
You said that you could let it go 
And I wouldn't catch you hung up on somebody that you used to know...

But you didn't have to cut me off 
Make out like it never happened 
And that we were nothing 
And I don't even need your love 
But you treat me like a stranger 
And that feels so rough 
You didn't have to stoop so low 
Have your friends collect your records 
And then change your number 
I guess that I don't need that though 
Now you're just somebody that I used to know

I used to know 
That I used to know

Somebody...