"Die Wirklichkeit gibt ihre ontologische Dignität zugunsten des allgemein beklatschten Scheins auf." Wurden früher nur Theaterstücke in Szene gesetzt, wird heute alles inszeniert, Mainstream-Ausstellungen, Sexualität, Körper, Lebensformen, Karrieren, Beziehungen, Politik, und das alles im Internet, genau wie hier in diesem Blog.
Man stellt sich zur Schau, als postmodernes Frauchen, mit Interesse für alles und Jeden, natürlich auf dem gewünschten intellektuellem und selbstironischen Niveau in Form von Dialektik between Britney und Simone.
Diese allseits praktizierte Vermischung zwischen Kunst und Alltag könnte zur Banalisierung von Kunst führen und ich finde, das hat sie bereits schon. Look at FFFFound, Lookbook, Twitter, Wordpress undBlogspot. Fuck! Einfach überall im Reich der Möchtegernästheten und ihrern Pseudo-Kunstblogs. Macht sich auch mal irgendwer Gedanken über den daily Kunstkonsum und was dieser aus uns macht?
Verlorene Kunstkinder, sind wir. Addicted to consume Kunst like Mc Donalds. Daily FastFood und völlig Gratis im Internet. Nur leider eben nur visuell und nicht haptisch. Geht doch mal wieder ins Museum und versucht euch auf ein Bild zu fokussieren, anstatt ständiges Namedropping zu praktizieren. ADHS ist die postmoderne Krankheit, manische Depressionen als Pop zelebriert die Folge. Kokain und Speed lassen uns runterkommen vom ständigen Artflash. Konzentriert denken, das ist das Ziel. Einmal die Vielheit ausblenden und die Einheit leben.
Ja und warum machen wir das überhaupt? Weil wir auf der Suche sind nach Freiheit in allen Varianten, kurz dem strukturierten Alltag entfliehen. Den wachsenden Funktionen, die uns das selbstforcierte System auferlegt hat. Die Realität von Kapitalismus und dritte Welt, Gentrification, schwarz Gelb entfliehen und Fair Trade bei Lidl ohne Nachhaken hinnehmen.
Und ich glaube das bleibt die Chance von Kunst, beziehungsweise die Lösung aus der Verlorenheit innerhalb ihrer Bilder - Die Rückbesinnung auf Gott weiß was. :D
Die Welt wird Kunst! Passt auf euch auf. Heiligt eure Kunstlosigkeit. Seid nicht Kunst, sondern Kunstkritiker. Kunst ist die nächste große Sucht des Menschen. Realitätsverlust und Google zugleich.
Ich warte ja auf die Wiedergeburt eines Klaus Kinski, der uns allen mal wieder richtig ins Gesicht spuckt. So genug gehatet für heute.
(PS to magislav: Wie krass das sogar das Graffiti jetzt einen postmodernen Antistil präsentiert, der gänzlich hässlich und trotzdem als schön, weil cool, deklariert wird. (#dissonanteSchönheit)
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