Freitag, 30. Januar 2009

Anish Kapoors lässt die Bombe doch nicht platzen - Guggenheim Berlin

Die Auftragsarbeit fürs Guggenheim, mit Namen Memory erinnert doch sehr stark an eine überdimensionale Handgranate. Dennoch ist sie nicht beängstigend. Sie "schwebt" im Raum, obwohl sie zwischen den Wänden eingepasst ist. Ein Transport des über 24 Tonnen schweren Gebildes ist so also nicht möglich. Das Objekt wurde direkt für den Raum des Guggenheim konzipiert. Der Gegegnsatz des rauen rostigen Stahls, mit seiner industriell strukturierten, aber rauen Oberfläche zu der Leichtigkeit, ja Bewegtheit des Objekts löst eine unglaublich interessante Spannung aus, die nicht beängstigend, sondern faszinierend ist. Die Größe des Objekts scheint genau deshalb auf den Menschen bezogen. Das Material erinnert uns an Richard Serra, und im erntfernten Sinne an Stella, der mitdemselben Stahl experimentierte und flowting-Effekte erzielte. Beide Gegensätze zu vereinen, ist dem Inder, der in London lebt und arbeitet gelungen.

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