Montag, 16. Februar 2009

Lesenswert: Der Beitrag zum Thema Ritalin in die Zeit Campus

Schon vor ner ganzen Weile war das Thema Titelstory in der Debug, die sich damals mit Speed und Ritalin als neue Modedrogen beschäftigten. Gestern las ich dann in der Zeit-Campus von einem Studenten, der im Selbstversuch mit Ritalin seine Magisterprüfung mit 1,3 absolvierte. In den USA soll das an den Unis ja schon Gang und Gebe sein, sein Gehirn zu dopen. Bei dem zunehmenden Druck auf die Bachelor und Master wird das wohl auch hier bald Faktum sein. Ritalin ist ein verschreibungspflichtiger Stuff. Es ist ein relativ harmloses Medikament und eben reiner Stoff, im Gegensatz zu manch anderen illegalen Aufputschmitteln wie Speed und Kokain, wo man nie weiß, was wirklich drin ist.

9 Kommentare:

  1. "Immerhin ist Ritalin ein zwar verschreibungspflichtiger Stuff"

    Ich denke genau da liegt der Knackpunkt, weswegen Ritalin in der Szene nie wirklich boomen wird. ADHS ist eine Krankheit die im Kindesalter auftritt und ab diesem Zeitpunkt mit Methylphenidat (der Wirkstoff in Ritalin, Medikinet, Concerta) behandelt wird. Im Erwachsenenalter wird das im Grunde absolut nicht verschrieben. Es gibt fast keine Chance da ran zu kommen, um somit seinen StudentInnenAlltag zu verbessern. In dieser Entwicklungsstufe gibt es Atomoxetin/SSRI, was auch nicht unter das BtmG fällt. Dieses Mittel ist in der ADHS-Behandlung als Alternative zu Ritalin zu sehen und wird eher vom Arzt verschrieben.
    Es wird wohl immer denen verborgen bleiben, die keine -gestörten- Kids als Freunde haben und den Stuff Woche für Woche in der Schule vom Schulpsychologen verschrieben bekommen.

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  2. Erstens, an meinen „Vorposter“ Methylphenidathydrochlorid wird sehr wohl im Erwachsenenalter verschrieben.
    Zweitens, ein Medikament das in ersten Linie Menschen mit einer ernst zunehmenden Erkrankung helfen soll, auf eine Stufe mit bewusstseinsverändernden, illegalen Drogen zu stellen ist schon ein Hammer! Natürlich ist der Missbrauch einer Substanz so oder so bedenklich, man sollte sich jedoch vor einer vorschnellen Kategorisierung hüten!
    Drittens, die Aussage „Ritalin“, ich finde es schon beachtlich in einem Artikel die ganze Zeit einen Markennamen, anstatt den originären Wirkstoff zu benennen, würde den Dopaminspiegel senken ist schlichtweg falsch. Der Autor sollte sich nochmal zur Wirkung von Reuptake Inhibitors (Wiederaufnahmehemmern) belesen, der gewünschte Effekt ist nämlich der Anstieg des entsprechenden Botenstoffes im synaptischen Spalt und nicht die Senkung.
    Viertens, es mag stimmen das manche Kinder „Ritalin“ verschrieben bekommen um in der Schule still sitzen zu können und nicht zu stören. Ist das jedoch der einzige Grund für die Verschreibung des Medikaments und nicht die gewissenhafte Diagnose eines ADS oder ADHS, kann dies allenfalls als missbräuchliche und/oder falsche Verschreibung gewertet werden und nicht als grundsätzlicher Sinn und Zweck des Medikaments.
    Ich hör lieber auf zu zählen, aber am besten gefällt mir der abschließende Kommentar „Ritalin“ sei eine Gefahr für unser gesamtes Bildungssystem! Ich bin der Meinung, dass so schlecht recherchierte, fehlerhafte und die Tatsachen verdrehende Artikel eine wesentlich größere Gefahr für unser Bildungssystem darstellen! Und das in einem Magazin das sich der Bildung „verschrieben“ hat. Von den Konsequenzen, beispielsweise der Stigmatisierung der tatsächlich von ADHS betroffenen und medikamentös eingestellten Menschen als „Drogensüchtige“, möchte ich gar nicht erst anfangen.
    Der Artikel ist ein Armutszeugnis für „Die Zeit“, schickt den Autor doch lieber zur „Bild“ oder sonstwohin. Am besten jedoch irgendwohin wo er keinen Schaden in Form von populistischer Meinungsmache anrichten kann!

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  3. Hey Früchtel!
    ich glaube, die Story mit dem Studenten war eh ausgedacht. Aber das Thema ist auf dem Tisch. Ist doch auch was.
    Ritalin wird auf jeden Fall zunehmend von Studenten genutzt und missbraucht. Das ist Fakt.

    Liebe Grüße und dankefür deine Stimme!
    ..m..

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  4. Ich bin ja auch durchaus für eine kritische Berichterstattung, gerade beim Thema Medikamentenmissbrauch.
    Aber das ist doch noch lange kein Grund zum Teil falsche Informationen als Tatsachen darzustellen und andere Fakten, wie z. B. die unerwünschten Wirkungen des Medikaments bei nicht Erkranken, auch noch als eine Art "Kokskater" darzustellen.
    Ich weiß nicht, aber ich finde nicht das man auf ein Problem aufmerksam machen sollte, in dem man Unsinn verbreitet und nur eine Seite der Medallie betrachtet. Das finde ich eher gefährlich als nützlich. Und auch wenn ich manche Dinge gerne mit einem etwas unkoventionellem Humor angehe, bleibt mir hier das Lache echt im Halse stecken...

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  5. du hast keinen unkonventionellen Humor, sondern gar keinen, was das thema betrifft.
    finde deine reaktion schon krass, aber dennoch gut, dass du deine meinung so äußerst.
    der artikel war schlecht recherchiert, aber dennoch interessanter durch den fingierten selbstversuch als eine stupide Anreihung von Fakten. Denken kann doch dann jeder alleine, sollte man annehmen. :-)

    liebe grüße

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  6. ähem... schulpsychologen dürfen nichts verschreiben, oder? das bleibt nunmal die domäne der mediziner... aber wer will und die notwendigen verbindungen hat, kommt auch da ran...

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  7. Falls jemand Methylphenidat-Tabletten (HYNIDATE oder Ritalin) braucht, 10mg, ich kann ein paar schicken.

    Mail an thomas_adler86@gmx.at

    lg

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