BildquelleNachdem ich den ganzen Tag nichts davon gewusst habe, aber irgendwie den ganzen Tag intuitiv über den Tod und das Sterben nachgedacht habe, dann am Abend in den Tagesthemen davon erfuhr, was in Winnenden passiert ist, bin ich fassungslos. Nun folgt wie die übliche Debatte. Waffengesetz verschärfen, Gewaltspiele verbieten. Anstatt man endlich mal anfängt über die gesellschaftlichen Ursachen solcher Taten nachzudenken. Es kann doch kein Zufall sein, dass Deutschland und die USA Spitzenreiter im sogenannten Schoolshooting sind. Die gesellschaftlichen Ursachen liegen meiner Meinung nach in der Ich-Bezogenheit unserer Gesellschaft. Es gibt dabei einfach soviele, die auf der Strecke bleiben, im täglichen Leben, der Schule immer Opfer sind und einmal Täter - Gewinner- sein wollen. Tim K. war garantiert Einzelgänger und niemand hat ihn aufgefangen. Da gab es einfach keinen Ausweg. Zu krass. "Dieses Lotterleben" hat er einfach nicht mehr ausgehalten. Das ist doch ein Zeichen für Strukturlosigkeit. Die unendlichen Freiheiten unserer westlichen Welt, überfordern zunehmend auch die heranwachsenden Jugendlichen, die sich nach Schulabschluss einfach nicht zurechtfinden, weil es gar keine Strukturen mehr gibt.
Die krasseste Auswirkung von Einsamkeit ist wohl der Amoklauf. Ich selbst habe mitbekommen, wie Einsamkeit Menschen in ihrerm Verhalten verändern kann.
Die Lösung ist einfach. Menschen brauchen Menschen. Aber genau das ist das Problem in einer von Egoisten, Egomanen, Egozentrikern regierten westlichen Welt. Auch Myspace und alle anderen Netzwerke haben an dieser Entwicklung einen bisher nicht abzuschätzenden Anteil.
wie meinst du das mit myspace?
AntwortenLöschenalso, ich kann mir denken, wills aber hören.
na myspace forciert doch diese ganzen egoficks. und die leute, die sich nicht selbst ficken, sind uncool und werden gemobbt. das war slang. sorry, mir war danach.
AntwortenLöschenach ja, und die leute die im studi nicht genug freunde haben, sind auch nicht cool bei den kids.
fuck.
in "dritte welt" ländern, wohnen die zu zwanzigst in ner zweiraumwohnung und die sind glücklich und die kids gehen gern in die schule. die halten eben andres zusammen, glaub ich. oder finden die auch alles scheiße?
AntwortenLöschenhier in den westlichen Ländern will zunehmend jeder für sich allein und anonym sein, sein ego ficken, und ist total unglücklich in jeder situation. schule, job, beziehungen usw.
eigentlich müsste es uns doch besser gehen. tut es aber nicht.
das war abstrakt.
SIMULATIONSGESELLSCHAFT!
AntwortenLöschenhinter rechnern und in "sozialen netzwerken" lässt es sich halt einfach verstecken und mensch kann sich ein noch so großes virtuelles freundschaftsfeld aufbauen, was in real dennoch nicht vorhanden ist.
der mensch kann jegliche situation simmulieren.
er simuliert gern um nicht über die realtität nachzudenken und sich nicht selbst reflektieren zu müssen. durch simulation haben es bildtelefone nicht zum durchbruch geschafft, sonst wüsste jeder mit dem ich telefoniere, das ich gar nicht in j. bin, sondern in innsbruck wohne.
wer die kontroverse simulation im vorherigen satz erkennt, hat gut aufgepasst.
Simulationsgesellschaft ist ein geiler Begriff.
AntwortenLöschenZustimmung auf jeden Fall.
Aber ist das nicht das Gleiche wie eine Lüge? und ist Simulation oder sich selbst Belügen, dann ein "Evolutions-Überlebens-Notwendigkeits-Prinzip.
wenns das nicht geben würde, würden wir vielleicht alle im suizid enden?!
liebe grüße nach jena, ähhhmm ich mein innsbruck.
:-)