CreditPerformativität meint AKT - VOLLZUG - SETZUNG.
SETZUNGEN gründen nicht in Handlungen, sondern Ereignissen.
Handlungen sind intentional, Ereignisse nichtintentional.
"Ästhetik des Performativen" meint eine Ereignisästheik, die in widerfahrenden Geschehnissen wurzelt.
Widerfahrnissen kommt die Dimension der "Aura" zu.
Das Auratische ist das Ereignis im Modus von Wahrnehmung, (= Aisthesis).
Aisthesis, (das Vermögen Kunstwerke angemessen wahrnehmen zu können), meint nichts Mythisches, sondern die Erfahrung von Ex-sistenz, (Aus-sich-heraus-sein)
Extasis meint das Hervortreten in der Bedeutung des Erscheinens.
Bei beiden geht es um das Sich-zeigen.
Das Ästhetische wurzelt im Sich-Zeigen. Ereignisästhetik fußt also in auratischen Erfahrungen.
Das Kunstwerk verlangt eine "Antwort mit Verantwortung", im Fokus des Ereignissses gehören also Ethik und Ästhetik zusammen. "Ethik der Responsivität".
Aisthesis, meint außerdem die Theorie des Erscheinens. Das Verhältnis von Wahrnehmung und Medium. Stellt die Frage nach der Medialität sinnlicher Erscheinungen. (Gibt es Amediales?)
Performative Wende
Wende von der selbstreferenziellen Avantgarde zur Performativität der Postavantgarde in den 60ern. Statt Metakunst zu sein, zielte sie auf Wirkungen, Intentionen, Events Bsp. Beuys.
(Happening und Fluxus, Performance-Art, Event, Konzept und Installationskunst.)
Diese positionieren sich quer zu den bisherigen Lesearten. Es gibt keine Rezipienten oder Beschauer, nur noch Beteiligte, Komplizen eines Geschehens.
Entschiedene Trennung von der Werkästhetik seit Hegel - Kategorie des Werkes, verstanden aus der Poesis, der Herstellung, entsprechend der Form, der Gestaltung (Originalität der Imagination, Genie als Quelle)
Vereinfacht:
Wenn Kunstwerke performativ sind, vollzieht sich in ihnen eine Handlung.
Kunstwerke verweisen auf unsere Existenz und ihre Ekstasis (auf die Bedeutung ihres Erscheinens).
Kunstwerke verlangen eine Antwort. (integrieren Ethik)
Fragen
Was meint dabei dieses "daß" - quod? Die Phänomenalität des "Daß". Das kapier ich nicht.
Was unterscheidet sie von Heideggers Ereignisphilosophie und Levinas "Ethik der Alterität"?
schreib das Buch aber bitte nicht nochmal… http://www.erwinbauer.com/kub/000415.php
AntwortenLöschenKeine Sorge, das hab ich nicht vor.
AntwortenLöschenAber danke für den Tipp. Das könnte noch mehr Licht ins Dunkel bringen.