Sonntag, 19. April 2009

PP like PortugalPuzzle

Ich kann es kaum glauben, aber ich bin zurück.
Eignetlich wollte ich auch ein kleines bebildertes Reisetagebuch veröffentlichen, aber leider wurde mir am letzten Tag in Barcelona vor Gaudis Disney Kirche mein Brustbeutel in einem Moment der Unachtsamkeit gezockt.
Darin enthalten meine wunderschöne rosa SonyCyberShot für sauviel Kohle und mein geliebtes Mobile. Beide voll mit den schönsten Photos aus Portugal und Barcelona.
Nun als Mädchen heult man dann erstmal ne Runde (so circa ne halbe Stunde), verflucht sich selbst, den Urlaub, die Welt und betrachtet alles als ein böses Omen für die Zukunft. Dann sagt an sich, dass man ja gesund ist und einem kein Arm abgehackt wurde usw.
Dennoch fühle ich mich seit gestern einfach nur nackt. Ohne Handy. Ohne Nummern. Ohne Freunde. Ohne Kontakte. Nichts klingelt. Nichts nervt. Irgendwie auch befreiend. Dennoch nervend Menschen anzurufen, um über wieder Menschen, Telefonnummern von Menschen rauszubekommen, die man ja irgendwie braucht.
Und wie bekomme ich jetzt eine neues Telefon? Habt ihr vielleicht eines rumliegen, das auch ne gute cam hat? Möchte mir jemand zufällig sein IPhone schenken?
Naja, wie auch immer. Ich bin zurück. Und was soll ich sagen. Fast 70 Mails im Postfach sind echt krass. Ich freue mich über neue Kommentare und Followers on Twitter. Und ich habs vermisst hier meinen Senf abzugeben. Mein Babymac war noch nie so lange aus wie in diesen gefühlten 50 Tagen.
Eigentlich dachte ich auch ich komme total erholt aus dem Urlaub wieder, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Nach dem Trip durch halb Portugal, schäbige Hostels, sowie Klischeebestätigende deutsche Surfcamps und Kulturschocks in Barcelona bin ich ganz schön fertig. Jetzt ne Woche Urlaub.
Wie auch immer, ich habe mich entschlossen mit Images aus dem Web mir irgendwie den Urlaub zusammenzupuzzeln. Immerhin habe ich kurzzeitig ein ausgiebiges schriftliches Reisetagebuch geführt, das mir ein bisschen hilft.
(Leute, die mich kennen wissen, wie vergesslich ich bin.)
Nun ein paar Worte zu Porto. Bevor ich nach Porto kam hatte ich lediglich den Wikipediaeintrag gelesen und hoffte dort ein wenig mehr über die Stadt zu erfahren.
Der Freund, der mit uns unterwegs war, hatte dort studiert und so versorgte er uns die ganze Zeit mit Informationen.Schon als ich vom Flughafen in die Stadt fuhr, fielen mir einige Sachen auf. Porto und Portugal insgesamt verfügen über eine äußert lebendige GraffitiSzene, wie ich sie nicht erwartet hätte. Jede Wand wird da für vorwiegend "klassisches" Graffiti genutzt. Auch Züge werden krass gemalt und fahren so durch ganz Portugal. Scheint dort niemand wirklich zu verfolgen. Die Wohnviertel außerhalb sind von Wohnblocks, aber auch Einfamilienhäusern mit den typischen portugiesischen Kacheln dominiert. Immer wieder stechen aber extrem moderne Wohnhauser aus den Häuserzeilen hervor. Beachtlich.
Ansonsten ist die Altstadt von Porto zurecht UnescoKulturerbe. Schade ist nur, dass fast alle Häuser nicht bewohnt sind und überall VENDE SE zu lesen war. Die Stadt und besonders der Norden von Portugal ist extrem arm. Deswegen war die Stimmung in Porto auch ein wenig bedrückend. Überall Bettler. Das Gefühl von Einsamkeit. Verlassenheit. Das bleibt von Porto.
Eines der abartigsten Dinge, die ich je gegessen habe, ist die Leibspeise der Portugiesen. Francesinha. Da wir mehrere Male abends in einer beliebten Studentenkneipe Championsleague geschaut haben, kam man nicht herum. Alle essen das. Auch Mädchen. Ich musste das probieren und es schmeckt, wie soll ich sagen...männlich...besonders die Biersoße. Ansonsten ist die Esskultur in Portugal eher bescheiden, wenn man das mal mit Italien vergleicht.
Morgen mehr...

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