Donnerstag, 24. September 2009

Ebbé sucht nach Struktur in ihrem Leben. Abstraktion und Einfühlung

Herbst vor der Kunstbibliothek
In zerkleinerten Schallplatten.
In Glaskugeln.
In feinen Kieselsteinen.
Im Vorhang de Demand Ausstellung.
An der Ampel.
An der Decke der Gemäldegalerie.
Gefunden in einer gesprungenen Scheibe.
Gefunden auf dem Dach der Bibliothek.Gefunden am Pommes-Stand.
Gefunden auf einem Parkplatz.
Gefunden in einem Kunstwerk.
Gefunden auf den Straßen Berlins.Gefunden in der Spree.
Gefunden vor Lidl.
Gefunden in Kaugummis in Verona.
Gefunden auf dem Nachtdigital.Gefunden an Mareike.
Gefunden im Jüdischen Museum Berlin.
Gefunden mit nackten Füßen.

Nach Wörringers These suche ich nach abstrakten Ordnungen oder Strukturen, um das Chaos des Lebens für mich besser zu ordnen. Angezogen fühlt man sich allerdings verstärkt von den organischen Strukturen, (Einfühlungsthese) welche durch Unregelmäßigkeiten, wiederum chaotische Ordnungen interessant sind. Mathematische Strenge ist langweilig und definitiv nicht existent, sagte schon Kant und hatte damit wohl völlig recht.
Das erklärt also vielleicht meine Affinität zu abstrakter Kunst, wie man sie zum Beispiel bei Palermo zu sehen bekommt. Da steht immer noch der Mensch und sein Denken in seinem abstrakten Dasein im Vordergrund.
Umgekehrt müssten Leute, die also in relativ geordneten Bahnen leben, auf gegenständlichere, 'verrücktere' Kunst mit Handlung voll abfahren. Für sie müsste das Verschwinden in den Geschichten eines Werkes mit dem Bgriff von Freiheit einhergehen.
Aber das ist wiederum völlig relativ und nur eine behinderte These. :-)

16 Kommentare:

  1. behinderte these.
    warum sollte es keine menschen mit geregeltem alltag geben die abstrakte kunst mögen.
    würde ja die individualität des menschlichen charakters einschnüren.

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  2. aber mal abgesehen davon:

    die eisschollen sind der renner.
    auch sehr gut die scheibe.
    die haut ist bissl ihh.
    sehr warm trotz monochrom find ich die holzspieße.

    schöne patterns! ebbinger. :)

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  3. Wenn, dann könntest du das sowieso nur subjektiv und für dich selbst beurteilen.

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  4. Danke für das Lob, ich werd ja ganz rot.
    Hab da auch noch n paar mehr im Petto.
    iansonsten, finde ich die holzspieße auch ziemlich cool. :-)

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  5. Ich frag mich schon die ganze Zeit ob wir uns irgendwo her kennen?

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  6. Nö. Ich glaube nicht.
    Bin über deinen Blog gestolpert. Das ist alles.
    Dennoch, herzlich Willkommen im Tagebuch der Dialektik.
    Seit letzter Woche ergänzt mein bester Freund diese dilettantischen Nichtigkeit und Wichtigkeiten mit seinem 'Senf'.

    'Senf' ist komisch. :)

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  7. ich will beides.
    kompromisse mag ich nicht.

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  8. kompromisse sind der niedergang.
    niemand wird damit glücklich.

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  9. RICHTIGER gehts nicht.
    ich bin gerade scheiße glücklich, weil ich auf niemanden rücksicht nehmen muss, außer auf mich selbst.
    hoch lebe der egoismus und die individualität des einzelnen.

    :D

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  10. man. macht die blusen zu.
    nett übrigens das ich nicht auf süßen oder scharfen senf hinabrationalisiert werde.
    :) ch-ching.

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  11. mister mbum.
    ich mag sie in beiden senfvarianten. für mich sind sie der einzig wahre senf aus thür.

    die blusen bleiben dennoch weit geöffnet.
    :)

    höre lieber mal den neuen podcast von youssef. der ist wunderbar melancho schön.

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  12. kant hat zu früh gelebt, regelmäßigkeit ist ne frage des standpunktes, math nails most, konservativ ist näher als du glaubst, postulate saugen =)

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