Donnerstag, 21. Januar 2010

Das Leben ist krass.

Du öffnest einen Brief auf dem Zwangsvollstreckung steht.
Dir wird schlecht, obwohl dir schon schlecht war.
Du betrachtest diese fremden Zahlen, die dir sagen, ob dein Leben funktioniert.
Du bemerkst, du kannst nichts tun, bist ohnmächtig und dir wird noch schlechter.
Woher verdammt nochmal nehmen, wenn nicht stehlen?
Du siehst dich als Versager, als Verlierer des Lebens und des Schiksals,
Betrachtest diese wortlosen Zahlen noch einmal und erkennst,
dass es so nicht funktionieren kann.
Du siehst keinen Ausweg und dir wird immer schlechter.
Jemanden um Hilfe fragen, kannst du nicht, willst du nicht.
Es alleine bewältigen schaffst du nicht.
Was nun?

Du öffnest den nächsten Brief und schreist vor Glück in die eiskalte Nacht Berlins.
Das Leben ist krass.


(In diesem Moment fühlte ich mich, wie in der Trumanshow, Verstehen Sie Spass? und oder Wetten dass? Wer wird Millionär? Einfach alles zusammen! So konstruiert, filmisch, unglaublich, unfassbar und doch real. Ich denke an Tonis Worte von gestern: Das Leben wettet, du schaffst es nicht, dass du glücklich wirst, und ab heute halte ich dagegen! Aber sowas von! F* dich Schicksal! Ab heute nehm ich mein Leben selbst in die Hand! Und es könnte keinen besseren Moment im Leben geben, als diesen, das endlich wieder zu begreifen!

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