Montag, 25. Januar 2010

David Bösch inszeniert "Das goldene Vlies" von Grillparzer im Deutschen Theater

Ein starker Jason.
Eine stärker werdende Medea.
Ein großartiges Bühnenbild, erinnernd an Isa Genzken.
Ein beeindruckender Gesangserzähler mit E-Gitarre. (der auch 'ne Band hat die Lado Youngler heißt)
Ein abruptes Ende.

Treffend rezensiert hier:
"Bösch zeigt in „Medea“ eine Paarbeziehung in der Krise, nicht den Clash der Kulturen, auf den in Grillparzer-Deutungen gern abgehoben wird. Das Korinther Exil von Jason und Medea, eine weiß verstaubte Trümmerlandschaft mit Schrottmobiliar und Rehfiguren (Bühne: Patrick Bannwart), ein Bambiland für Asylsuchende, ist auch der äußere, durchaus bildstarke Spiegel der ruinierten Leidenschaft. Die Liebe ist schon zu Beginn gestorben: Sie hängt Wäsche auf, er wütet."

Mit Katrin Wichmann (Medea), Alexander Khuon (Jason), Tino Mewes (Absyrtus), Sven Lehmann (Kreon)

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