
Ja, wer suchet, der findet - und das funktioniert dank Analogsoul jetzt auch in Jena. Gefunden wurde ein kleine Perle der Akkustikmusik aus dem geliebten Leipzig - Jaara. Und ja, Live-Akkusikgeschichten sind in Jena Mangelware, wenn man nicht auf laute Indie-Rockgeschichten in der Rose abfährt. Seitdem das GleisZwei dicht ist, erstrecht, wer vedammt bedient jetzt die Alternativwünsche der Jenaer? Wer kümmert sich um die nach guter Musik lächzenden Herzen? Ich war jedenfalls sehr überrascht, wie warm und gemütlich es bei etlichen Minusgraden im keinen Kunsthof nahe der Zwätzengasse werden kann. Der Raum war angenehm gefüllt von überwiegend Freunden und Bekannten. Die Ohren gespitzt, für Kerstin an der Gitarre und deutsche Texte, die trotz ihrer verschlüsselten Romantik und speziellen Melancholie keinstenfalls kitschig wirkten, sondern mich einige Male eiskalt und doch herzerwärmend erwischten: beim denken, beim fühlen, beim leben, beim hoffen, und dank hauseigenem Humor auch beim schmunzeln. Die Stimme von Fabian ist einmalig, das ist mal Fakt, das hatte ich auch schon beim ersten Mal über Myspace bemerkt. Allerdings können sich solche Geschichten live IMMER tausendmal besser entfalten und so war es dann auch mit Jaara. Die Musik wurde fühlbar, spielte sich als Performanz ab, hatte eine Aura, die von den Künstlern selbst erzeugt wurde, die in den professionellen Aufnahmen, zuhause von dir selbst erzeugt werden muss, gefüllt durch deine eigenen Gefühlswelten. Aber auch das funktioniert mit Jaara bestens. Deshalb habe ich mir auch eine CD für zuhause mitgenommen, um sie meinem MacBaby sofort als Betthupferl vorzusetzen. Dieses singt seitdem von Monstern, Prinzessinnen und vorallem vom Meer und von DIR. Ich mag Jaara!
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