Letzte Woche Sonntag habe ich es spontan in den
Boros Bunker geschafft. Wir sind ohne Voranmeldung einfach hingegangen in der Hoffnung, das irgendjemand seinen Platz abgesagt hatte und so war es dann auch. Zwei Stunden später konnten wir bereits an einer Führung teilnehmen. Am Anfang der Führung wird kurz über die
Geschichte des Gebäudes berichtet und die ist erst einmal einfach unglaublich. Vom Bombenschutzbunker, zum Obst und Gemüse Lagerort der DDR zum Darkroom-Techno-Tempel in den Neunzigern bis heute hin zur Sammlung zeitgenössischer Kunst durch den Medienmogul Boros. Dem Gebäude liegt ein dermaßen krasser geschichtlich bedingter Funktionswandel zugrunde, wie fast keinem anderen Gebäude in Berlin. Zu sehen gab es u.a. viele Werke von
Anselm Reyle und
Olafur Eliasson. Die Glocke und der silberne Schädel stammen von
Kris Martin. Sie fängt zufällig an zu schwingen und erinnert daran, dass es uns alle jederzeit treffen kann (das Vanitas-Motiv vom Feinsten). Die derzeitige Ausstellung zeigt nur einen Bruchteil der Sammlung, die bald neu kuratiert werden soll.
Unbedingt empfehlenswert!
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