Es ist krass, eine faktische Diagnose zu bekommen.
Für all den Mist, den man in seinem ganzen Leben produziert hat.
Ein Attest für fast alle moralischen Fehltritte.
Eine Entschuldigung für die eigene Charakterschwäche.
Eine Krankheit, für die man offensichtlich nichts kann, an der andere Schuld sind.
Schuld ist plötzlich nicht mehr das Ich.
Zum ersten Mal.
Das entlastet und belastet von neuem zugleich.
Denn diese Krankheit hat Symptome, die jede Beziehung von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Hätte ich das früher gewusst, wie hätte ich gehandelt?
Warum habe ich das so lange ignoriert?
Das ist alles zu krass hier.
Pillen sollen nun Kontrolle schaffen.
Aber will ich meine geliebte Euphorie und die damit verbundene Kreativität einer Normalität opfern?
Will ich durch diese Tabletten ein anderer Mensch sein?
Oder will ich nicht lieber selbst die Kraft haben, mit der Diagnose bewusster umzugehen?
Die Tendenz wird hier schon deutlich.
Ich schaff das!
Fuck. Ebbe.
AntwortenLöschenAber du schaffst das. Ganz Bestimmt.