So wie ich einst mit Anfang Zwanzig nach Berlin gekommen war und diese Stadt mich mit offenen Armen aufgenommen und fasziniert hat, so fühlte ich mich jetzt in London. Herausgefordert, mir Übersicht zu verschaffen, Sprachbarrieren zu überwinden, Kunst und Kulturdiskuse neu zu führen, Vorurteile zu überwinden, sich den Herausforderungen des Alltags in einer solchen Metropole nocheinmal neu zu stellen. Berlin war binnen der ersten Stunden im Londoner Traffic zu meinem Dorf geworden und London die große und angsteinflößende Stadt, die ich bereit war ganz allein und für mich selbst aufs Neue zu erkunden.
Berlin war noch vor vier Jahren mein Inbegriff von Freiheit. Tun und lassen, was ich will. Endlich unabhängig meinen Interessen nachgehen, die Loserzuschreibungen der Familie abstreifen, ebenfalls jemand Anderes sein und gleichzeitig endlich man selbst sein, Sexualität auch als Frau frei ausleben zu können. Die Anonymität und Einsamkeit, die mir Berlin ab dem ersten Tage boten, waren die Dinge, die ich in der Provinz schmerzlich vermisst habe, und die mich in Berlin näher zu mir selbst gebracht haben.
Mittlerweile, nach vier Jahren ist Berlin mein Zuhause geworden und vielleicht auch der Grund, warum es mich so sehr einengt. Zuhause ist immernoch ein schwieriges Wort und ein noch schwierigeres Subjekt. Über Facebook schließen sich auch hier in Berlin täglich Freundes- und Bekanntenkreise und ja ich vermisse es wieder, dieses Gefühl von absoluter Freiheit. Absoluter Einsamkeit, die es einem ermöglicht ganz nah bei sich selbst zu sein. So sehr, sogar dass ich wieder anfange mich selbst nicht zu mögen, ekelhafte To-Do-Listen zu schreiben und künstlich Stress zu produzieren, der eigentlich gar nicht existiert, weil ich hier gerade irgendwie nicht vollends glücklich bin. Es ist wiederholend paradox und deshalb umso schmerzhafter, dass ich Freunde verlassen muss, weil sie mich irgendwie daran hindern meinen Platz zu finden, bzw. weil man sich immer noch so schwer selbst akzeptieren kann. Zu akzeptieren, dass man vielleicht schon längst angekommen ist, ist deshalb vielleicht das größte Problem unserer getriebenen Generation und mein persönliches in jedem Fall. Als Lösung deshalb immer am Einfachsten: Die Sehnsucht nach der Fremde aus Angst vor dem Bekannten. Auf deutsch, auch einfach nur Abhauen. Darin war ich schon immer gut.
Berlin war noch vor vier Jahren mein Inbegriff von Freiheit. Tun und lassen, was ich will. Endlich unabhängig meinen Interessen nachgehen, die Loserzuschreibungen der Familie abstreifen, ebenfalls jemand Anderes sein und gleichzeitig endlich man selbst sein, Sexualität auch als Frau frei ausleben zu können. Die Anonymität und Einsamkeit, die mir Berlin ab dem ersten Tage boten, waren die Dinge, die ich in der Provinz schmerzlich vermisst habe, und die mich in Berlin näher zu mir selbst gebracht haben.
Mittlerweile, nach vier Jahren ist Berlin mein Zuhause geworden und vielleicht auch der Grund, warum es mich so sehr einengt. Zuhause ist immernoch ein schwieriges Wort und ein noch schwierigeres Subjekt. Über Facebook schließen sich auch hier in Berlin täglich Freundes- und Bekanntenkreise und ja ich vermisse es wieder, dieses Gefühl von absoluter Freiheit. Absoluter Einsamkeit, die es einem ermöglicht ganz nah bei sich selbst zu sein. So sehr, sogar dass ich wieder anfange mich selbst nicht zu mögen, ekelhafte To-Do-Listen zu schreiben und künstlich Stress zu produzieren, der eigentlich gar nicht existiert, weil ich hier gerade irgendwie nicht vollends glücklich bin. Es ist wiederholend paradox und deshalb umso schmerzhafter, dass ich Freunde verlassen muss, weil sie mich irgendwie daran hindern meinen Platz zu finden, bzw. weil man sich immer noch so schwer selbst akzeptieren kann. Zu akzeptieren, dass man vielleicht schon längst angekommen ist, ist deshalb vielleicht das größte Problem unserer getriebenen Generation und mein persönliches in jedem Fall. Als Lösung deshalb immer am Einfachsten: Die Sehnsucht nach der Fremde aus Angst vor dem Bekannten. Auf deutsch, auch einfach nur Abhauen. Darin war ich schon immer gut.
Und der einzige Grund für diese ganze paradoxe Farce ist doch letztlich nur diese Scheiß-Angst in mir drin, die ich immer noch nicht bereit bin, gänzlich zu überwinden. So stürze ich mich wieder aufs Neue Anfang nächsten Jahres in eine mir unbekannte Stadt, aber diesmal mit dem entscheidenden Unterschied, dass ich ganz sicher weiß, dass ich in mein "Heimatdorf Berlin" zurückkommen werde. Ihr und eure Herzenswärme sind der fuckingverdammtschöne Grund dafür, weil ich sie ganz langsam bereit bin zu akzeptieren und auch anzunehmen. Gute Nacht, geliebtes Berlin.