Montag, 20. September 2010

Murakami in Versailles



Schon lange war die Funktion meiner Startseite irgendwie abhanden gekommen, Facebook war immer das erste, was ich sofort in meine Tastatur hämmerte, sobald ich online ging. Doch gerade eben hats nach Langem mal wieder PENG gemacht, dank art-magazin.de. Leute, die meinen Tagbuchkram hier verfolgen, wissen, dass ich ungern und höchst selten über Dinge schreibe, die ich selbst nicht gesehen habe, gerade bei Kunst ist das, was ihrer Wirkung betrifft besonders schwer zu handlen. Aber jetzt muss ich vorerst eine Ausnahme machen. 22 von Takashi Murakamis Skulpturen, angeführt vom Monster Kaikai und dem Teenie Kikii bespielen bis 12. Dezember mit breitem Grinsen und knallbunten Farbklecksen Venussaal, Spiegelgalerie und diverse Rezeptionssäle. Irgendwie ist das in der Kombination so schlecht, dass es schon wieder gut ist und vorallem interessant wird. Murakami war für mich ebenso wie Jeff Koons niemand, den ich jemals wirklich ernstnehmen konnte, Prototypen der Kategorie Effekthascherei. Aber nun in den barocken Räumen von Versailles, wirken seine Kitschplastiken wie Installationen und bekommen ihre rein formale Berechtigung auf neuartige Weise durch ihr Umfeld zugewiesen. Versailles ist als Ausstellungsort ja quasi der Antichrist im Bezug aud den White Cube. :D Eine megaspannende Angelegenheit, die ich mir im November oder Dezember gerne nochmal vor Ort ansehen möchte. Paris, ich komme! :)

"Murakami in Versailles"Termin: bis 12. Dezember,
Château de Versailles, Paris
http://www.chateauversailles.fr


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