Sonntag, 7. November 2010

Rosa Flexüle

Ich bin mit meinen Eltern im Urlaub, auch meine kleine Schwester, die heute Geburtstag hat, ist dabei. Sie ist gerade 5 Jahre alt. Wir sind auf Mallorca in einem schlechten Drei-Sterne-Hotel. Claudi, meine Mitbewohnerin ist komischerweise auch da und Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. An irgendeinem Tag treffen wir uns am Pool, ein verrückter Mann, erklärt mir dass in der Mitte des Pool eine verrückte Maschine sei, die mich wie bei einem Fallschirmsprung - nur eben umgekehrt ins Weltall katapultieren kann, durch einen künstlich erzeugten Tzunami in Form eines Atompilzes, werde ich unter den Augen meiner Eltern ins Weltall geschleudert, (keine Ahnung, warum ich Schisser das jetzt mache. Niemals würde ich aus einem Flugzeug oder Hochhaus springen, mir ritze, wie sicher das wäre, niemals!!!! Anyway, im Traum hab ich s gemacht.) Ich kann meine Augen nicht öffnen, merke, wie es in Nähe des Weltalls dunkel wird (wie, wenn man im Flugzeug sitzt und nach oben schaut) und wie das Licht der Sterne plötzlich durch meine geschlossenen Augen dringt. Ich kann sie dennoch nicht öffnen, ich kann ihre Schönheit nicht sehen, ich bin dermaßen verkrampft und merke auch, dass die einsetzende Schwerelosigkeit nichts daran ändert. Bin ich jetzt tot oder lebendig? Den Fall nach unten bemerke ich nicht. Aufwachen tue ich in einem Bett. Es ist meines. Ich stehe auf und verspüre plötzlich einen tiefen Schmerz, doch ich kann ihn nicht verorten, ich wandel geschwächt mit eingeknickten Beinen in die Küche. Die Spülmaschine läuft und irgendwie hat ich darauf Wasser angesammelt, ich berühre es und fluche, dass das Ding kaputt ist, bis ich bemerke, dass es nicht die meinige ist, alles verschwimmt plötzlich und taucht sich in Pastellfarben. Ich wandel zurück in mein Zimmer. Da steht ein Bett und sonst nichts. Ich bemerke plötzlich, dass ich in einem Krankenzimmer bin. Ich bekomme ganz plötzlich Panik, da ich immer noch in Spanien bin und auf HartzIV hier nicht versichert bin. Oh nein, ich muss hier weg. Ich muss zurück nach Berlin! Plötzlich bemerke ich wieder den Schmerz, die rosa Flexüle aus dem Stuttgarter Marien-Krankenhaus steckt in meinen offenen linken Handgelenk, mein ganzer Unterarm ist offen und blutig, eine riesen Wunde, als hätte ihn mir jemand aufgeschnitten, die Flexüle ist da einfach nur so reinsteckt. Warum habe ich das vorher nicht bemerkt? Egal, ich muss hier weg, zurück nach Berlin! Zurück im Hotel, will ich meine Sachen packen, doch irgendwie scheint mir das nicht möglich zu sein, zu viele Koffer, zu viele Sachen, verstreut in vielen Zimmern, ich versteh das nicht. Mein Rechner und wichtige Dokumente - sie fehlen. Ich irre unter Schmerzen und in Panik durch das schäbige Hotel, sehe meine Eltern und meine Schwester abreisen, obwohl meine Koffer noch nicht gepackt sind, ich versuche mich zu erklären, sie sollen warten und doch verpasse nur ich meinen Flieger. In einer nächsten Situation flirte ich mit einem Hotelpagen, der mich daraufhin zum Airport fährt. Doch wir schaffen es nicht, den nächsten Flieger zu schaffen. Panisch suche ich nach einem günstigsten Flieger, denn ich habe keinen Cent mehr in der Tasche. Er bietet mir Geld an, dass ich mit ihm schlafe. Ich muss zurück nach Berlin und schaffe es doch nicht. Werde ich es jemals schaffen zurückzukehren?

Unter starken Verspannungen wache ich an diesem heutigen Morgen auf. Gott sei Dank, diesmal nicht mit einer Monsterspinne im Nacken, wie vor ein paar Tagen. Träume sind schon etwas sehr Seltsames. Sobald ich in der "wirklichen" Welt glücklich bin und alles geordnet abläuft, verlagern sich meine Chaos und Panikzustände in meine Träume. Naja, dort gefallen sie mir irgendwie ganz gut. Klingt wie Ebb-Fiction, vielleicht ein neues neues Film-Genre. 


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